Quartalsfazit

John Deere senkt Gewinnerwartung


Die anhaltend unsichere Lage im Agrarsektor beschäftigt auch den US-Landtechnikkonzern. Viele Landwirte verschieben ihre Käufe.

 

Den weltweiten Gewinn für das 3. Quartal der aktuellen Saison (November/Oktober) beziffert John Deere auf 899 Mio. US-$. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es 910 Mio. US-$. Den Gewinn für die ersten neun Monate gibt der Konzern aus Moline/Illinois mit 2,53 (Vorjahr: 1,58) Mrd. US-$ an.

 „Die Quartalsergebnisse von John Deere werden sehr stark von den unsicheren Bedingungen im Agrarsektor überschattet“, so der Verwaltungsratsvorsitzende und CEO von Deere & Company, Samuel R. Allen. Aufgrund möglicher Exportmarktbeschränkungen, kurzfristiger Nachfrageschwankungen bei landwirtschaftlichen Gütern, zum Beispiel Sojabohnen, sowie des allgemeinen Zustands der Feldbestände würden viele Landwirte ihre Landmaschinenkäufe verschieben.

Die Umsätze in der Sparte Landtechnik & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege sind den Angaben zufolge im 3. Quartal um 6 Prozent auf knapp 6 Mrd. US-$ gesunken. In den ersten neun Monaten steht ein leichtes Plus von 2 Prozent auf 17,9 Mrd. US-$ in den Büchern. Der Betriebsgewinn war sowohl im 3. Quartal (minus 24 Prozent) als auch im ersten Dreivierteljahr rückläufig (minus 12 Prozent). Der Betriebsgewinn im 3. Quartal ist laut John Deere hauptsächlich aufgrund geringerer Liefermengen, höherer Produktionskosten und ungünstiger Auswirkungen von Währungseffekten gesunken. Der Rückgang sei teilweise durch „bessere Preise“ kompensiert worden. In den ersten neun Monaten sank er durch erhöhte Produktionskosten, die ungünstigen Auswirkungen der Umrechnungskurse sowie höhere Kosten für Forschung und Entwicklung sowie einen ungünstigeren Produktmix. Diese Faktoren seien teilweise durch bessere Preise und höhere Liefermengen ausgeglichen worden.

Mit Blick auf das Gesamtjahr 2019 vermutet John Deere, dass die Umsätze in der Sparte Landtechnik & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege in den USA und Kanada sowie in der EU-28 voraussichtlich gleich bleiben werden. In Südamerika könnte es ein Plus um bis zu 5 Prozent geben, getrieben durch den starken brasilianischen Markt. Für Asien werden gleich bleibende bis leicht sinkende Umsatzerlöse erwartet.  

Den Konzerngewinn im laufenden Jahr sieht John Deere aus heutiger Sicht jetzt bei knapp 3,2 Mrd. US-$. Im Mai dieses Jahres lag die Prognose bei 3,3 Mrd. US-$, im Februar bei 3,6 Mrd. US-$. Im Geschäftsjahr 2018 stand in Moline ein Nettogewinn von etwa 2,4 Mrd. US-$ in den Büchern.

 

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