Quartalszahlen

John Deere senkt Jahresprognose


Der US-Landtechnikkonzern spürt die unsichere Lage im Agrarsektor. Die weltweiten Geschäfte entwickeln sich 2019 unterschiedlich.

 

Deere & Company mit Sitz in Moline/Illinois verzeichnet im 2. Quartal des aktuellen Geschäftsjahres (28. April 2019) einen Nettogewinn von 1,135 Mrd. US-$. Ein Jahr zuvor waren es 1,208 Mrd. US-$. Für die ersten sechs Monate der Saison gibt das Unternehmen einen Nettogewinn von 1,633 Mrd. US-$ (Vorjahr: 673,2 Mio. US-$) bekannt. Auf die Ergebnisse des vorigen Jahres hatten sich Rückstellungen für Ertragssteuern im Rahmen der verabschiedeten US-Steuerreformgesetzgebung ausgewirkt.

 „John Deere hat ungeachtet der unsicheren Bedingungen im Agrarsektor solide Ergebnisse erzielt“, so der Verwaltungsratsvorsitzende und CEO, Samuel R. Allen. Aufgrund möglicher Exportmarktbeschränkungen, kurzfristiger Nachfrageschwankungen bei landwirtschaftlichen Gütern wie Sojabohnen sowie der verzögerten Frühjahrsaussaat in weiten Teilen Nordamerikas würden sich die Landwirte bei wichtigen Kaufentscheidungen zurückhalten.

Der Blick auf die globalen Märkte 2019 ist für John Deere unterschiedlich. So wird der Branchenumsatz mit Landmaschinen in den USA und Kanada voraussichtlich gleichbleiben oder um bis zu 5 Prozent steigen. In den EU-28-Märkten dürften die Umsätze gleichbleiben. In Südamerika rechnen die Hersteller bei Traktoren und Mähdreschern mit unveränderten Umsätzen oder einem Anstieg um bis zu 5 Prozent, getrieben durch den starken brasilianischen Markt. Für Asien werden gleichbleibende bis leicht sinkende Umsätze erwartet.

Für das Gesamtjahr 2019 erwartet der Konzern jetzt  einen Nettogewinn von 3,3 Mrd. US-$. Noch im Februar, zum Ende des 1. Quartals, wurden 3,6 Mrd. US-$ in Aussicht gestellt. Im Geschäftsjahr 2018 summierte sich der Nettogewinn von John Deere auf 2,4 Mrd. US-$.

 

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