In der KWS-Zentrale in Einbeck ist man mit mit dem Zwischenstand zufrieden.
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In der KWS-Zentrale in Einbeck ist man mit mit dem Zwischenstand zufrieden.

Der Saatguthersteller KWS verzeichnet für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2018/19 einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Für das Segment Zuckerrüben wird ein weiterer Rückgang erwartet.

Den Gesamtumsatz der KWS-Gruppe in den ersten neun Monaten beziffert das Unternehmen mit 857,7 Mio. € (Vorjahr 862,5 Mio. €). Mit einem Plus von 2,4 Prozent auf 173,1 Mio. € (Vorjahr 169,0 Mio. €) habe sich das Betriebsergebnis (EBIT) verbessert, teilt KWS heute mit. Das Finanzergebnis zeigt sich mit 9,8 Mio. € nach 11,7 Mio. € im Vorjahreszeitraum dagegen rückläufig. Zurückzuführen sei dies auf einen Rückgang beim Zinsergebnis.

"Unser Geschäft hat sich in einem herausfordernden Umfeld gut behauptet", wird das bei KWS für Finanzen zuständige Vorstandsmitglied Eva Kienle in der Mitteilung zitiert. So habe sich der Umsatz des Segments Zückerrüben in der ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,3 Prozent  auf 335,1 Mio. € verringert. Neben anderen Effekten hätten dazu Flächenrückgänge in Deutschland und Frankreich beigetragen.

Mit einem Plus von 13,5 Prozent dagegen sehr positiv entwickelt habe sich das Segment Getreide. Dessen Anstieg auf 156,2 Mio. € nach 137,6 Mio. € im Vorjahreszeitraum sei insbesondere auf ein erfolgreiches Geschäft mit Roggensaatgut zurückzuführen. Roggen ist nach Angaben der KWS im Vergleich zu anderen Getreidearten relativ trockentolerant.

Mit einem Umsatz von 575,4 Mio. € lag der Umsatz im Segment Mais stabil auf dem Niveau des Vorjahres mit 575,9 Mio. €. Hier habe der Umsatz im südamerikanischen Hauptmarkt Brasilien deutlich über dem Vorjahr gelegen. Rückläufige Erlöse in Deutschland und Frankreich seien durch Zuwächse in Ost- und Südeuropa weitgehend kompensiert worden.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2018/19 bestätigt KWS ihre Umsatzprognose eines leichten Anstiegs. Die EBIT-Marge werde mit zehn bis 12 Prozent im oberen Bereich der Prognose erwartet. Für das Zuckerrübengeschäft sei eine weitere, leicht rückläufige Entwicklung zu erwarten. Für das Geschäftsjahr sei nach Angaben der KWS ein Ausbau der Investitionen von 71,1 Mio. € (Vorjahr) auf 100 Mio. € geplant.

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