Quartalszahlen

KWS mit Auftakt zufrieden

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Die KWS Gruppe hat zum Geschäftsjahresauftakt 2017/2018 beim Umsatz zugelegt, das Ebit ist jedoch negativ. Die Prognose bleibt unter dem Vorjahreswert.

Zum Geschäftsjahresauftakt 2017/2018 legte der Umsatz um 2 Prozent auf 136 Mio. € zu. Dazu trugen laut KWS das europäische Roggen- und Winterrapssaatgutgeschäft bei. In Südamerika waren die Umsätze dagegen rückläufig. Das operative Ergebnis (Ebit) war nach Ablauf des 1. Quartals - wie immer bei KWS - negativ. Mit minus 38,8 Mio. € fiel der Verlust höher aus als im Vorjahr (-28,8 Mio. €). Für das gesamte Geschäftsjahr behält KWS die bisherige Prognose bei und rechnet weiterhin mit einer zweistelligen Ebit-Marge, die aber unter den Vorjahreswert von 12,2 Prozent fallen dürfte.

„Wir sind mit dem Verlauf des ersten Quartals des Geschäftsjahrs 2017/2018 zufrieden. Unsere Erwartungen für das Gesamtjahr sind unverändert positiv. Zudem werden wir unsere Innovationskraft im Geschäftsjahr voranbringen und die Investitionen und Aufwendungen für Forschung und Entwicklung weiter deutlich erhöhen“, kommentierte Eva Kienle, Finanzvorstand der KWS Saat, das Quartalsergebnis.

Umsatz der Segmente
Im Segment Mais ging der Umsatz um 45 Prozent zurück. Wesentlicher Grund war, dass Umsätze mit Rapssaatgut seit 1. Juli 2017 nicht mehr dem Mais, sondern dem Getreide zugeordnet werden. Daneben ging das Mais- und Sojasaatgutgeschäft in Südamerika leicht zurück. In den übrigen Regionen generiert KWS saisonbedingt zu diesem Zeitpunkt noch keine nennenswerten Umsätze.

Im Segment Zuckerrüben blieb der Umsatz unter dem guten Vorjahresniveau. Er belief sich auf 10,3 (12,8) Mio. €. Die Erlöse des 1. Quartals stammen im Wesentlichen aus dem Verkauf von Zuckerrübensaatgut in Chile, Ostasien und den USA.

Im Segment Getreide steigerte KWS den Segmentumsatz um 76 Prozent. Die Zuordnung der Rapsaktivitäten war der größte Einflussfaktor. Darüber hinaus berichtet Raps von einem guten Herbstgeschäft mit Winterraps- und Roggensaatgut. Insbesondere in Deutschland und Polen stiegen die Roggenumsätze an. Das Weizen- und Gerstengeschäft blieb stabil.

Die Umsatzerlöse des Segments Corporate werden durch die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland erwirtschaftet. Sie gingen um rund 35 Prozent zurück.


Der Anstieg der Umsatzerlöse sei von einer geplanten Ausweitung der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, für zusätzliche Vertriebsprojekte und für die Optimierung der Verwaltung begleitet. Auf das Ebit hätten sich insbesondere der Wegfall von positiven Sondereffekten im Vorjahr, aber auch negative Währungseffekte ausgewirkt, teilte das Unternehmen mit. 

Eine Tendenz für den Erfolg des Gesamtjahres sei aus den Quartalsergebnissen noch nicht ablesbar, so KWS. Das Hauptgeschäft erfolge erst im dritten Quartal, also Januar bis März.

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