Quartalszahlen

Monsanto spült ordentlich Gewinn ein


Der Bayer-Konzern wartet im 1. Quartal 2019 mit starken Zahlen auf. Großen Anteil daran hat das Agrargeschäft. Belastend wirken die steigenden Klagen wegen Glyphosat in den USA.

Der Bayer-Konzern startet operativ stark in diesem Jahr. Vor allem Monsanto sorgt für einen Gewinnsprung im Agrargeschäft. Die Division Crop Science hat ihren nominalen Umsatz und das Ergebnis mehr als verdoppelt. Die Umsatzerlöse sind auf 6,44 Mrd. € gestiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal mit 2,86 Mrd. €; währungsbereinigt ist das ein Anstieg um 5,5 Prozent. Das Ebit weist Bayer mit 996 Mio. € aus, ein Plus von knapp 12 Prozent. Vor allem auf dem amerikanischen Kontinent verbuchte Crop Science gute Zuwächse. Ein leichtes Plus gab es auch  in der Region Europa, Nahost und Afrika. In der Region Asien-Pazifik war der Umsatz hingegen leicht rückläufig.

Die eingefahrenen Gewinne wird der Konzern als Polster auch gut gebrauchen können. Denn die Zahl der Schadenersatzklagen in den USA im Zusammenhang mit dem Pflanzenschutzmittel Glyphosat nimmt zu. Bayer wird in diesem Bereich mit weiter wachsenden Problemen zu kämpfen haben. Laut dem Quartalsbericht liegen bis zum 11. April 2019 inzwischen 13.400 Klagen vor. Das sind gut 2.000 mehr als noch Ende Januar. Der Konzern will sich nach wie vor „entschieden zur Wehr setzen“.

Trotz der guten operativen Zahlen wird Bayer-Chef Werner Baumann auf der morgigen Hauptversammlung den Aktionären Rede und Antwort stehen müssen, ob die Übernahme von Monsanto immer noch eine „gute Idee“ war. Die Kritik von Aktionären und Investoren hat in der letzten Zeit deutlich zugenommen. Einige Anleger drohen sogar damit, Aufsichtsrat und Vorstand nicht entlasten zu wollen. Ob der heute ganz leicht gestiegene Aktienkurs die Gemüter beruhigt, wird sich morgen zeigen.

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  1. Gerd Schaaf
    Erstellt 25. April 2019 18:04 | Permanent-Link

    Es ist schwer gegen eine Ideologie, die mit Lügen und Halbwahrheiten das Volk aufgehetzt hat und dabei alle wissenschaftliche Erkenntnisse und gesicherte Wahrheiten ignoriert, zu kämpfen. Man kann den Bayer Verantwortlichen nur viel Durchhaltevermögen und Kraft wünschen. Vielleicht wachen die vielen „Dummen Schafe“ ja doch noch auf und erkennen, dass sie von den NGOs nur missbraucht werden.

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