Jahresbilanz

Kassel erwirtschaftet solides Ergebnis


Umsatzsteigerungen von knapp 12 Prozent und ein Ergebniszuwachs von mehr als 8 Prozent: Das Kasseler Agrarhandelshaus zeigt sich zufrieden - trotz des schwierigen Jahres 2018.

Die Raiffeisen Waren GmbH, Kassel, hat ihren Umsatz im vergangenen Jahr um knapp zwölf Prozent auf 1,42 Mrd. € erhöht. Das Ergebnis vor Ertragsteuern wurde um 8,4 Prozent auf 15,9 Mio. Euro gesteigert. Die beiden Geschäftsführer, Mario Soose und Markus Braun, sprechen von einem soliden Jahresergebnis. Sie setzen weiterhin auf Wachstum.


Die Geschäftsentwicklungen der landwirtschaftlich nahen Geschäftsfelder wurden 2018 nachhaltig von der lang anhaltenden Trockenperiode beeinflusst. „Unvermeidbare Umsatz- und Ertragseinbußen in nahezu allen untergeordneten Geschäftsfeldern des Agrarbereichs waren die Folge“, so Mario Soose, Geschäftsführer der Raiffeisen Waren GmbH zum Geschäftsbericht des vergangenen Jahres. „Dennoch konnten wir aufgrund unseres Kosten- und Risikomanagements und der strategischen Diversifikation unserer Geschäftsfelder ein positives Ergebnis erzielen“, ergänzt Markus Braun, weiterer Geschäftsführer der GmbH. „Wir bleiben ein Unternehmen auf Wachstumskurs. Strategische Expansionsschritte im In- und Ausland zeigen Erfolge. Strukturelle und prozessuale Anpassungen greifen“, so ihre Bilanz.

Schwieriges Jahr für Sparte Agrar

Die Sparte Agrar musste nach einem weiteren schwierigen Jahr und der beschrieben Dürre eine erkennbare Umsatz- und Ertragsverschlechterung hinnehmen. Relativ stabil blieb der Bereich Düngemittel. Das Segment Pflanzenschutz verlor in der zweiten Jahreshälfte deutlich an Boden. Erfreulich positiv entwickelte sich erneut das Segment Saaten. Die Sparte Landtechnik blickte auf ein solides Geschäftsjahr zurück. Der Handel mit Neumaschinen für die Marken Fendt und Valtra verlief positiv. Hinzu kam die neue strategische Partnerschaft für die Vermarktung von Zeppelin/Caterpillar-Produkten. Auch das Gebrauchtmaschinengeschäft florierte, unter anderem aufgrund neuer Absatzmärkte in Osteuropa. Eine ordentliche Auslastung des Werkstattgeschäftes und gute Umsätze im Ersatzteilgeschäft rundeten das Ergebnis ab. Ebenso erfreulich entwickelte sich die erste Auslandsexpansion in Dänemark. Die TBS Maskinpower expandierte und schloss mit einem guten Ergebnis ab.

Baustoffe profitieren von guter Konjunktur

Die Sparte Baustoffe profitierte weiterhin von einer guten konjunkturellen Lage, der Fortsetzung der Niedrigzinsphase, dem anhaltenden Bauboom und erfolgreichen Expansionen. Erfreulich entwickelte sich zudem der online Raiffeisen Baustoff-Shop. Auch die  Sparte Energie entwickelte sich in 2018 positiv, auch wenn externe Faktoren, wie die milde Witterung zum Jahresbeginn und geringe Pegelstände in Main und Rhein als Herausforderungen angenommen werden mussten. Der Ausbau des Tankstellennetzes der RHV - Raiffeisen Handels- und Vermittlungsgesellschaft mbH und die gute Entwicklung des Großhandels der Kaiser Mineralöl und Tankstellen GmbH trugen deutlich positiv zum Ergebnis bei. Das Segment Märkte wurde in die Sparte Energie integriert. Beide Segmente profitieren von der örtlichen und organisatorischen Nähe zueinander. Das Portfolio der Märkte wird zurzeit noch bereinigt und den entsprechenden regionalen Strukturen angepasst und gestrafft.

Investitionen in Infrastruktur

2.441 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen engagierten sich für den Unternehmenserfolg und arbeiten aktiv gegen die externen Einflüsse. Investiert wurden 25,2 Millionen Euro in die Infrastruktur. Dazu gehören zum Beispiel Neu- und Ausbauten der Standorte, die Erweiterung von Lagerkapazitäten und der Erwerb neuer Standorte. Mit einem Eigenkapital im Konzern von 171,6 Mio. Euro ist die Raiffeisen Waren GmbH stabil für die Zukunft aufgestellt.

„In der Summe blicken wir auf solide Kennzahlen zurück“, so die Geschäftsführung. „Kundennähe, Prozessoptimierung und unternehmerisches Wachstum bleiben die Konzernkernziele der Raiffeisen Waren GmbH. Nur so werden wir unseren Anspruch, erster Ansprechpartner bei unseren Kunden zu sein, bestätigen und weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber bleiben“.

 

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