Raiffeisen Waren GmbH

Kassel wächst mit Zukäufen


Nach zwei schwierigen Jahren vermelden Dr. Dirk Köckler, Geschäftsführer der Kasseler Raiffeisen Waren GmbH, sowie Reinhard Stieglitz, Vorsitzender, und Markus Braun, ebenfalls Geschäftsführer, wieder eine Ergebnisverbesserung in der Sparte Agrar.
Foto: Archiv
Nach zwei schwierigen Jahren vermelden Dr. Dirk Köckler, Geschäftsführer der Kasseler Raiffeisen Waren GmbH, sowie Reinhard Stieglitz, Vorsitzender, und Markus Braun, ebenfalls Geschäftsführer, wieder eine Ergebnisverbesserung in der Sparte Agrar.

Der Umsatz der Raiffeisen Waren GmbH Kassel kletterte im vergangenen Jahr auf 1,27 Mrd. €. Auch das Ergebnis vor Steuern fiel mit 14,7 Mio. € höher als im Vorjahr aus.

Das Unternehmen blickt nach eigenen Angaben auf eine positive Geschäftsentwicklung zurück, wenngleich die eigenen ambitionierten Ziele in verschiedenen Teilbereichen intern noch nicht  erreichen werden konnten. So umschreibt Reinhard Stieglitz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Raiffeisen Waren GmbH das Ergebnis des vergangenen Jahres. Gewachsen ist das genossenschaftliche Unternehmen  in Deutschland durch Zukäufe in den Bereichen Agrarhandel und Baustoffe.

Erfassungsmenge gesunken

Die Sparte Agrar konnte nach zwei schwierigen Jahren eine Ergebnisverbesserung verzeichnen. Eine bundesweit durchschnittliche Getreideernte bescherte dem Unternehmen eine Erfassungsmenge von 725.000 Tonnen. Das bedeutete allerdings einen Rückgang von knapp sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Stagnierende Preise belasteten das Ergebnis. Um dem Strukturwandel und den Warenströmen noch besser zu entsprechen, wurden Erfassungsstandorte reduziert, Einzelstandorte jedoch größer und leistungsfähiger gestaltet. Der Bereich Futtermittel wurde organisatorisch neu aufgestellt, das Werk in Altmorschen geschlossen und die Produktion komplett nach Hamm und Werl verlagert. Die Segmente Pflanzenschutz und Saatgut legten in ihrer Umsatz- und Ertragsentwicklung zu.

Nach einem schwächeren Jahr 2016 konnte die Sparte Landtechnik 2017 wieder wachsen - geprägt von der Markenkonzentration auf Produkte des AGCO-Konzerns. Mit den neuen Großmähdreschern der Marken Fendt und Massey Ferguson steht das Unternehmen nach eigenen Angaben vor dem Wiedereinstieg in das Premiumsegment der Erntetechnik. Investiert hat die Sparte in diverse zukunftsgerichtete Werkstattstandorte. Die Restrukturierung des Standortnetzes wurde weitestgehend abgeschlossen. Mit dem Expansionsschritt nach Dänemark hat die Sparte den konzernweiten ersten internationalen Schritt unternommen und die Mehrheitsanteile an dem Landtechnikhändler TBS Maskinpower erworben.

Die Sparte Baustoffe profitiert weiterhin von einer guten konjunkturellen Lage, der Fortsetzung der Niedrigzinsphase und dem anhaltenden Bauboom. Aufgrund der Konzentration des Einkaufs sowie einer sinkenden Kostenentwicklung konnte die Sparte das höchste Ergebnis seit ihrem Bestehen ausweisen. Um Potentiale besonders in Ballungsräumen wie dem Rhein-Main- und dem Ruhrgebiet zu heben, ist auch die Sparte Baustoffe weiterhin auf Expansionskurs. Mit den Akquisitionen der Strauch GmbH in Rommelhausen und der Keil GmbH in Gießen, setzt die Sparte ihr Wachstum bereits heute fort. Darüber hinaus wurde der Raiffeisen Baustoff-Shop etabliert.

Im Energiebereich schaffte die gemeinsame Arbeit zwischen dem Mutterhaus und den Tochterunternehmen Kaiser Mineralöl und Tankstellen GmbH, Brilon und der RHV – Raiffeisen Handels- und Vermittlungsgesellschaft mbH, Welkers positive Synergien innerhalb des  Bereichs. Die Geschäftsfelder sollen weiter ausgebaut und innerhalb der relevanten Märkte regional und auch inhaltlich erweitert werden.

Das Eigenkapital des Konzerns vermehrte  sich im vergangenen Jahr auf 157,3 Mio. €. Die Eigenkapitalquote lag bei 32,4 Prozent.

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