RegioAgrar Weser-Ems

Spürbarer Informationsbedarf zur Düngeverordnung

Die Fachleute der Landwirtschaftskammer Niedersachsen informierten am Mittwoch in Vorträgen über die Details der neuen Düngeverordnung. Im Bild Futterbauberater Frerich Wilken.
Bild: RegioAgrar
Die Fachleute der Landwirtschaftskammer Niedersachsen informierten am Mittwoch in Vorträgen über die Details der neuen Düngeverordnung. Im Bild Futterbauberater Frerich Wilken.

Auf der Messe RegioAgrar dreht sich alles um die Düngeverordnung. Denn obwohl sie bereits Mitte letzten Jahres in Kraft getreten ist, bleiben immer noch viele Fragen offen. 

Kammerpräsident Gerhard Schwetje bezeichnete die Ausbringung von Nährstoffen als ‚Schlüsselthema‘. Wie sehr er damit recht hat, wurde bereits am ersten Abend der Messe klar. Denn ein gutes halbes Jahr nach Inkrafttreten der Düngeverordnung tauchten immer noch Fragen zur rechtlichen Bewertung und Auslegung von Sachverhalten auf, so Schwetje auf der Eröffnungsveranstaltung. Ebenso ist klar: Der Informationsbedarf bei den Praktikern ist immer noch sehr hoch. Genau damit beschäftigt sich die Landwirtschaftskammer im Rahmen vieler Informationsveranstaltungen.

Ganz besonders ging es um den Düngerbedarf, die zulässige Ausbringmenge und die dazugehörigen Zeitpunkte. Ein großes Thema gerade im Winter ist der Lagerraum. Hier gilt die Empfehlung, den Lagerraum so zu bemessen, dass die gesetzlichen Sperrfristen überbrückt werden können. Das können immerhin bis zu neun Monate sein, warnen die Kammerberater. Beim Ausbau der Kapazitäten bietet das Land Niedersachsen Fördergelder an. 

Gute Silage hilft, Kraftfutter zu sparen

Auch auf Grünland führt die neue Verordnung zu Veränderungen. „Vor jeder Düngung ist der Bedarf der Weiden genau zu ermitteln“, erklärte Frerich Wilken vom Fachbereich Futterbau und fügte hinzu: „Ziel der Praktiker muss es sein, den Stickstoff so effizient wie möglich einzusetzen.“ Dem Ausbringtermin komme dabei besondere Bedeutung zu. Außerdem sei die Leistung aus dem Grundfutter, in der Regel die Silage, zu optimieren. „Wenn die Konservierungsverluste geringgehalten werden und das Futter den Rindern schmeckt, muss weniger Kraftfutter zugekauft werden“, erklärte der Grünlandfachmann. Das entlaste die Düngerbilanz, da weniger Nährstoffe „von außen“ auf den Betrieb kämen.



Die RegioAgrar findet in Oldenburg statt. Sie ist noch bis zum morgigen 9. März geöffnet. Dort präsentieren sich 158 Aussteller auf 8.000 Quadratmeter. Die Messe ist bis um 22:00 Uhr geöffnet.
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