Rentenbank-Bilanz

Energiekredite sind der Renner

Das Frankfurter Kreditinstitut blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Die Fördersparten für die Landwirtschaft entwickeln sich jedoch auch Anfang 2018 unterschiedlich.

In den ersten drei Monaten 2018 konnte die Landwirtschaftliche Rentenbank für rund 1,6 Mrd. € neue Programmkredite zusagen. Nach Angaben von Vorstandssprecher Dr. Horst Reinhardt liegt dieser Wert um 17 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahresniveau. „Dabei entwickelten sich die einzelnen Sparten unterschiedlich", so Reinhardt heute während der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt a.M.

Deutliche Zuwächse in der Fördersparte ‚Ländliche Entwicklung‘ konnten einen Rückgang der Nachfrage für Windkraftfinanzierungen sowie in der Fördersparte ‚Landwirtschaft‘ nicht ausgleichen.  Der Rückgang in der Sparte ‚Landwirtschaft‘ (minus 12 Prozent) ging laut Reinhardt vor allem von einem stark nachlassenden Interesse an Finanzierungen für den Erwerb von Flächen aus. Auch für den weiteren Jahresvergleich erwartet die Rentenbank hier ein „eher verhaltenes Neugeschäft“.

Noch deutlicher zurückgegangen ist von Januar bis März 2018 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum die Nachfrage nach Krediten für erneuerbare  Energien (minus 60 Prozent). Hier wirkten sich die Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vom Januar 2017 „sehr stark“ auf das Fördergeschäft aus. Erst 2019 und 2020 erwartet der Rentenbank-Vorstand hier wieder zusätzlichen Finanzierungsbedarf. Voraussetzung sei jedoch, dass die im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien verankerten Sonderausschreibungen für Windkraft an Land sowie Fotovoltaik wie geplant umgesetzt werden.

Neugeschäft 2017 stabil auf hohem Niveau

Im vorigen Jahr erreichte das gesamte Förderneugeschäft der Rentenbank mit 11,9 (2016: 12,4) Mrd. € erneut ein sehr hohes Niveau. Bei den Programmkrediten stieg insbesondere die Nachfrage nach Förderdarlehen für Investitionen in erneuerbare Energien kräftig auf 2,4 (1,9) Mrd. € an. Den Schwerpunkt in dieser Fördersparte bildeten Finanzierungen von Windkraftanlagen, insbesondere auch von Bürger- und Bauernwindparks.

Für Gebäude, insbesondere für Stallbauten, stellte die Förderbank im vorigen Jahr 789 (814) Mio. € bereit, für Maschineninvestitionen 558 (501) Mio. € und für Flächenkäufe 539 (626) Mio. €. „Da sich die wirtschaftliche Lage vieler landwirtschaftlicher Betriebe verbesserte, ging der Bedarf an Liquiditätssicherungsdarlehen stark zurück“, erläuterte Reinhardt.

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