Report Technik

„Optimierung des Ackerbaus im Blick“


Das Führungsduo in Hasbergen-Gaste: Christian Dreyer (li.) und Dr. Justus Dreyer.
Bild: Amazone
Das Führungsduo in Hasbergen-Gaste: Christian Dreyer (li.) und Dr. Justus Dreyer.

Die Familienfirma aus Hasbergen-Gaste beobachtet in der Landwirtschaft weiterhin ein gutes Investitionsklima. Mit einem passenden Produktportfolio wollen die beiden Geschäftsführer darauf reagieren.

agrarzeitung: Sind Sie für 2019 optimistisch in Bezug auf die Entwicklung der globalen Landtechnikmärkte?
Christian Dreyer: Ja, für 2019 planen wir nach zwei Rekordjahren mit einem Umsatz auf hohem Niveau. Das Investitionsklima in der Landwirtschaft ist grundsätzlich weiterhin gut, auch wenn die Ergebnisse vieler Agrarbetriebe in Mitteleuropa noch von den Auswirkungen der extremen Witterung 2018 geprägt sind. Der mittel- und langfristige Trend bleibt positiv: Das Kundeninteresse an moderner Landtechnik und unseren Innovationen, die eine effizientere, präzisere und dadurch kostensparende Arbeitserledigung mit Maschinen auf hohem Qualitätsstandard ermöglichen, ist ungebrochen hoch.

Der Trend im Pflanzenschutz geht zu mehr Präzision. Wie wird Amazone dem gerecht?
Justus Dreyer: Wir bieten für die noch exaktere Arbeit praxisgerechte und bezahlbare Lösungen wie beispielsweise die automatische Teilbreitenschaltung in 50-cm-Schritten für die Feldspritzen und das Wind-Control-System für Düngerstreuer an. Deren Vorteile sind für Landwirte und Lohnunternehmer geldwerter Nutzen, weil sie Aufwandmengen einsparen, den Bestand optimaler führen und den gesellschaftlichen Anspruch nach einem schonenderen Umgang mit der Umwelt mit der neuen Maschine sofort besser erfüllen.
„ Unsere Baureihen sind in Baukastensystemen angelegt“
Christian Dreyer, Geschäftsführer, 

Sie wollen Lösungen für alle Betriebsgrößen anbieten. Kann man sich da nicht ‚verzetteln‘, was die Produktionskosten betrifft?
Christian Dreyer: Nein, wir haben unsere Produktionsabläufe von vornherein flexibel gestaltet. Unsere Baureihen sind in Baukastensystemen angelegt, beispielsweise bei Rahmen, Behältern und Gestängeteilen. Wir wollen modernste technische Lösungen in alle landwirtschaftlichen Betriebsgrößen bringen, auch in kleine und mittlere Familienbetriebe. Diese Höfe bewirtschaften in vielen Regionen Deutschlands wesentliche Anteile der Flächen und die Betriebsleiter wollen genauso wie Großbetriebe exakter arbeiten. Es ist unser Anspruch, diese Nachfrage zu erfüllen.

Wird speziell die Hacktechnik künftig wieder stärker in der Gunst der Landwirte steigen?
Justus Dreyer: Ja, davon gehen wir aus. Die Kombination der Hacktechnik mit der Flüssigdüngung und der gezielten oder selektiven Pflanzenschutzanwendung im selben Arbeitsgang eröffnet der Praxis künftig weitere Möglichkeiten zur Optimierung des Ackerbaus. Wir werden auch in diesem Maschinensegment die Innovationsführerschaft anstreben und das Produktprogramm für Landwirte und Lohnunternehmer gezielt weiterentwickeln.

Das vorige Jahr brachte für Amazone einen Rekordumsatz. Welche Regionen haben vor allem dazu beigetragen?
Christian Dreyer: Amazone profitierte von seiner starken Wettbewerbsstellung auf wichtigen Exportmärkten. Bei einem Rekordumsatz 2018 von 481 Millionen Euro – ein Plus von mehr als fünf Prozent zum Vorjahr – entwickelte sich das Geschäft neben dem Heimatmarkt in Frankreich, Japan, Spanien, Ungarn sowie in Irland sehr positiv. Auch in Polen und Russland wurden 2018 stabile Umsätze erzielt. Der Exportanteil beträgt rund 80 Prozent.

Mit welchen Maschinen konnten Sie diese guten Umsätze erzielen?
Justus Dreyer: Erfreulicherweise verteilen sich die sehr gute Nachfrage und das Wachstum über das gesamte Produktprogramm. Düngerstreuer und Feldspritzen machen 40 Prozent des Umsatzes aus, Bodenbearbeitungsgeräte 20 Prozent, Sämaschinen weitere 25 Prozent.

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