Robotik

Kleinere Firmen sollen Mensch-Maschine-Teams nutzen


"Cobot" kommt von Robot und bedeutet Teamarbeit zwischen Mensch und Maschine. Ein Förderprojekt soll die Potenziale für KMUs aufzeigen. Die Rauch Landmaschinenfabrik macht auch mit. 

Cobots sind Roboter, die ohne Schutzzaun direkt mit einem Menschen zusammenarbeiten, um diesen im Arbeitsablauf optimal zu unterstützen. Während bisherige Industrieroboter spezialisiert sind auf einzelne, vorab festgelegte Tätigkeiten, lassen sich Cobots mit wenig Aufwand und ohne spezielle Programmierkenntnisse auch auf neue Aufgaben anpassen. Diese Eigenschaften machen sie besonders interessant für Unternehmen aus dem Mittelstand (KMU).

Das Bundesforschungsministerium unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) beim Entdecken von Cobot-Potenzialen.
ArtiMinds Robotics GmbH
Das Bundesforschungsministerium unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) beim Entdecken von Cobot-Potenzialen.

Bislang nutzen KMUs dieses Potenzial allerdings noch wenig aus, da es ihnen häufig an Kapazitäten und Entscheidungshilfen fehlt. Das vom Bundesforschungsministerium unterstützte Verbundprojekt "Probot" unterstützt kleine und mittlere Unternehmen nun dabei, die Potenziale von Cobots zu erschließen. Dabei soll ein virtueller Diagnosekoffer bei der Bewertung und Erarbeitung individueller Cobot-Lösungen helfen. Mit ihm lassen sich die Ausgangsbedingungen analysieren und Einsatzvarianten abschätzen.

Die Entwicklung des Diagnosekoffers erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der produzierenden Industrie. Als Anwender-KMU ist auch die Sinzheimer Rauch Landmaschinenfabrik eingebunden. Rauch hat sich schon früh mit dem Einsatz von Drohnen, Robotern und autonomen Großmaschinen in der Landwirtschaft auseinander gesetzt. 2017 stellte Rauch die weltweit erste flugfähige Düngerstreuer-Drohne vor.  

Unterstützer
Das Forschungsprojekt Probot wird im Rahmen des Programms „Zukunft der Arbeit" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds gefördert und vom Projektträger Karlsruhe betreut.


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