Die Getreideernte in Russland wird wohl auch im kommenden Wirtschaftsjahr üppig bleiben. Experten rechnen mit mehr als 120 Mio. t.

In 2018 könnte bei durchschnittlichen Witterungsbedingungen eine umfangreiche Getreideernte eingebracht werden, zittiert der Nachrichtendienst AIZ den Leiter des russischen Consulting- und Forschungszentrums für Agrarökonomie (Sovecon) Andrej Sisow. Bei einem günstigeren Witterungsverlauf schloss er aber ein Niveau von über 128 Mio. t Getreide einschließlich fast 77 Mio. t Weizen nicht aus, so AIZ und beruft sich auf Landesmedien.

Das wäre dann die zweitgrößte Ernte im Land, nachdem 2017 laut einer Schätzung von Sovecon ein Rekord von rund 134,1 Mio. t Getreide, darunter 83,9 Mio. t Weizen eingefahren wurde. Den zu erwartenden Produktionsrückgang erklärte Sisow unter anderem mit einer Reduzierung der Anbaufläche. Jene von Wintergetreide schätzte der Experte auf 17,4 bis 17,7 Mio. ha gegenüber gut 17,8 Mio. ha zur vergangenen Ernte. Trotz umfangreicher Exporte, wofür bis zu 46 Mio. t Getreide zur Verfügung stehen sollten, dürften die Übergangsvorräte zum Anfang 2018/19 laut der Schätzung bei mehr als 31 Mio. t liegen und damit 55 Prozent höher als vor Jahresfrist. 

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