Russland

Niedrigere Interventionspreise trotz steigender Kosten

Russland hat die voraussichtlichen Interventionspreise für Getreide aus der kommenden Ernte festgelegt. Die Branche reagierte mit Unverständnis auf den Wert.

Das russische Landwirtschaftsministerium hat die Preise im Vergleich zum Rekordjahr 2017 gesenkt. Je nach Getreideart fiele der Preis um 17 bis 23 € geringer aus, meldet die österreichische Informationsplattform aiz.info. Der Preis für Mahlweizen, das in der vergangenen Saison am meisten vom Staat aufgekauft wurde,  fällt demnach mit 108,40 € pro Tonne und somit 15,6 Prozent billiger aus als noch im Vorjahr. Das Ministerium passe die Interventionspreise wegen der Rekordernte von 2017 an. Trotzdem ist noch nicht abzusehen, wie die Ernte im aktuellen Jahr ausfallen wird. Durch die niedrigen Binnenpreise für Getreide hätten viele Landwirte Schwierigkeiten, die diesjährige Frühjahrsbestellung zu finanzieren, befürchtet der Präsident der russischen Getreideunion Arkadij Slotschewskij.

Für die russischen Bauern ist das eine weitere schlechte Nachricht. Bereits jetzt ist klar, dass sich verschiedene Betriebsmittel verteuern werden, wie etwa Diesel, der um 13 – 15 Prozent teurer als noch im Vorjahr wurde.

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