Russland

Streit um Glyphosat in Sojabohnen

Russland kündigt an brasilianisches Soja zurückzuweisen.
Abiove
Russland kündigt an brasilianisches Soja zurückzuweisen.

Die Landwirtschaftsministerien in Moskau und Brasilia diskutieren über Glyphosatgehalte in Sojabohnen. Russland kritisiert zu hohe Werte und droht mit einer Einschränkung der Importe.

Das brasilianische Landwirtschaftsministerium hat am Freitag Vorwürfe aus Russland zurückgewiesen, nach denen Sojabohnen aus dem südamerikanischen Land zu hohe Glyphosatmengen enthielten. Die nach Russland gelieferten Bohnen hätten den im Codex Alimentarius der Welternährungsorganisation FAO festgelegten Richtwert von 20 ppm um das 100fache unterschritten. In Brasilien gelte ein strengerer Grenzwert von 10 ppm. Der russische Grenzwert liege bei 0,15 ppm deutlich darunter, so das brasilianische Landwirtschaftsministerium in einer Stellungnahme. Die brasilianischen Behörden hätten interne Untersuchungen und Ermittlungen eingeleitet und seien mit den russischen Kollegen in ständigen Kontakt.


Die russische Regierung hatte in der vergangenen Woche die brasilianischen Behörden darüber informiert, dass in Sojalieferungen Glyphosat nachgewiesen wurde. Sollten die Glyphosatwerte nicht reduziert werden, könnte das zu einer Einschränkung der Importe führen, drohte Russland. Für die brasilianischen Sojaexporte hätte ein russischer Importstopp kaum Auswirkungen, denn von den 84 Mio. t, die im vergangenen Jahr ins Ausland geliefert wurden, gingen nur 1 Mio. t nach Russland.

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