RWA Österreich

Agrarhändler verleiht Feldroboter


Oz (vorne), der kleine Bruder von Dino (hinten), kostet rund 25.000 €.
Foto: kbo
Oz (vorne), der kleine Bruder von Dino (hinten), kostet rund 25.000 €.

Die österreichische RWA will Landwirten Feldroboter schmackhaft machen. Im kommenden Jahr verleiht das Handelshaus die autonomen Unkrautentferner "Oz" und "Dino".

Auf den DLG Feldtagen im Juni dieses Jahres waren die Feldroboter "Oz" und "Dino" ein Publikumsfreund. Für die kommende Vegetationsperiode haben Landwirte in Österreich die Gelegenheit, die autonomen Feldarbeiter des französischen Unternehmens Naïo Technologies in der Praxis zu testen. Die Maschinen erkennen Unkräuter eigenständig und entfernen sie mechanisch. Die Technik wurde von den Lagerhäusern und der Raiffeisen Ware Austria (RWA) in diesem Jahr getestet. Im kommenden Jahr können Oz und Dino dann von Landwirten gemietet oder erworben werden. 

Vor allem für kleinere und Bio-Betriebe interessant

Der elektrisch betriebene Roboter Oz hat die Maßen 45 mal 100 cm und ist mit unterschiedlichen Werkzeugen wie Hackelementen, Striegel oder Zinken ausgestattet. Die Navigation zwischen den Reihen erfolgt entweder durch Nutzung der Sensordaten einer Stereokamera oder mithilfe eines Laserscanners. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1,5 km/h kann Oz je nach Werkzeug und Bodenbeschaffenheit drei bis acht Stunden arbeiten. Sollte der Roboter mal nicht weiterkommen, informiert er seinen Besitzer per SMS. Außerdem verfügt er über einen Diebstahl-Tracker. Oz ist geeignet für kleinere und mittlere (Bio-)Betriebe, die im Gemüsebau oder Kräuteranbau tätig sind. Für größere Betriebe, Flächen und Beetkulturen steht sein großer Bruder namens Dino zur Verfügung. Dieser hat eine Tagesleistung von bis zu 5 ha bei einer Maximalgeschwindigkeit von 4 km/h und verfügt standardmäßig über eine Kamerasteuerung.

"Der Einsatz von Robotik hat in der heimischen Landwirtschaft meiner Ansicht nach ein großes Zukunftspotenzial, da diese insbesondere für kleinere und mittlere Betriebe eine große Bereicherung darstellen kann", so Christoph Metzker, RWA-Bereichsleiter für Farming Innovations.

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