Sanktionen

Russland stoppt Fleischimporte aus Brasilien

Russland will ab Dezember keine Fleischimporte aus Brasilien mehr zulassen. Hintergrund sind Rückstände des Wachstumsförderers Ractopamin.

Die Einfuhren von Schweine- und Rindfleisch aus Brasilien nach Russland sind ab dem 1. Dezember aufgrund von Rückstandsnachweisen des Wachstumsförderers Ractopamin bis auf Weiteres verboten, zitiert der Nachrichtendienst AIZ den Föderalen Aufsichtsdienst für Tier- und Pflanzengesundheit (Rosselkhoznadzor). Der Importstopp gelte auch für Produkte, die aus diesen Fleischsorten hergestellt wurden.
Wichtiger Lieferant
Nach Angaben der Moskauer Wirtschaftszeitung "Kommersant" war Brasilien unter allen Ländern, die nicht der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) angehören, bislang der wichtigste Lieferant von Rind- und Schweinefleisch nach Russland mit Anteilen von mehr als 90 Prozent beziehungsweise 60 bis 65 Prozent.


In einer am Montag veröffentlichten Mitteilung habe die Behörde daran erinnert, dass sich das brasilianische Landwirtschaftsministerium in den bilateralen Verhandlungen 2013 und 2014 verpflichtet habe, keine Waren nach Russland zu exportieren, bei denen Ractopamin angewendet wurde. Ein in der Vorwoche vorgeschlagenes Gespräch zur Klärung der Situation sei bislang nicht zustande gekommen.


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