Satellitendaten

Ein Fünftel weniger Raps


Alle fünf Tage liefern Satelliten Flächenaufnahmen. Die Kleffmann-Group wertet diese Daten aus. Beim Raps hat das Beratungsunternehmen einen Rückgang von knapp 22 Prozent ermittelt.

Der Crop Radar ist eine neue Methode, um Aussagen zum Anbau von landwirtschaftlichen Kulturen zu treffen. Damit hat die Kleffmann Group die Rapsanbauflächen in Deutschland vermessen. Im Vergleich zum Vorjahr sind diese demzufolge um 21,6 Prozent gesunken. Die regionalen Unterschiede sind enorm. Der stärkste Rückgang ist in Hessen (- 37 Prozent) und in Sachsen-Anhalt (- 36 Prozent) zu verzeichnen. Darauf folgt Niedersachsen, wo die Rapsanbauflächen um 27 Prozent gesunken ist. Am geringsten war der Rückgang in Baden-Württemberg (- 14 Prozent), Sachsen (- 14 Prozent) und Bayern (- 11 Prozent). In diesen Zahlen sind bereits erste Umbrüche enthalten.

"Durch unsere Aufnahmen im fünftägigen Abstand, sehen wir bereits frühzeitig und immer aktuell die Entwicklungen landwirtschaftlicher Flächen. Zusätzlich können wir durch unsere regelmäßigen Aufnahmen innerhalb der Saison frühzeitig Umbrüche erkennen", erklärt Karen Gralla von der Kleffmann Group. So waren Stand Ende November, in Niedersachsen sechs Prozent der ursprünglich ausgesäten Rapsfläche umgebrochen worden, in Hessen 27 Prozent.  
Den größten Rückgang beim Raps stellt der Crop Radar in Hessen fest.
Crop Radar
Den größten Rückgang beim Raps stellt der Crop Radar in Hessen fest.


Wo baut was wo an?
Der Crop Radar ist ein Anbauflächen-Klassifizierungsservice, der auf Basis von Satellitendaten arbeitet. In einem Onlineportal können Kunden die unterschiedlichen landwirtschaftlichen Anbauflächen auf Landes-, Kreis-, Gemeinde- und Postleitzahlebene einsehen. Damit ist es möglich, national und international die Ackerbaukulturen und deren Anbauflächen europaweit zu erkennen und miteinander zu vergleichen. Zusätzlich können Gebiete in einzelne Verkaufsregionen eingeteilt werden.

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