Schlachtbranche

Prozessauftakt um Gewichtsmanipulation bei Tönnies

Das Landgericht Bielefeld behandelt in dieser Woche die Anklage zur Gewichtsmanipulation beim Schlachtkonzern Tönnies. Den Angeklagten wird bandenmäßiger Betrug vorgeworfen. In einem kriminellen Netzwerk sollen die Gewichte von Wareneingängen manipuliert worden sein.

Die Rohware soll am Standort in Rheda-Wiedenbrück entgegengenommen und über eine automatische Wage erfasst worden sein. Das Gewicht der einzelnen Partien auf einzelnen LKW-Lieferungen wurde laut Vorwurf dann händisch manipuliert. Tönnies selbst beschreibt in einer Mitteilung, dass der Betrug in einem Manipulationsnetzwerk aus Lieferanten, Fälschung der Lieferscheine sowie Manipulation der Gewichte abgelaufen sein soll.

Demnach sollen interne Kontrollmechanismen bei Tönnies diesen bandenmäßigen Betrug aufgedeckt haben. Die Ermittlungen wurden dann an die Staatsanwaltschaft übergeben, heißt es weiter. 

Tönnies führt zudem zivilrechtliche Verfahren durch und erhebt Schadensersatzansprüche gegen die Beschuldigten. Zu den laufenden Verfahren wird sich das Unternehmen nicht äußern.

 

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