Schlachtbranche

Vion zahlt wieder Dividende

Der Konzern wirtschaftet 2017 erfolgreich. Das laufende Jahr wird für die Niederländer entscheidend sein.

 

„Wir haben 2017 viel erreicht. Wie auch in den beiden vorangehenden Jahren konnten wir unser Betriebsergebnis mit einem normalisierten Ebitda, das jetzt bei 64 Millionen Euro liegt, erneut verbessern“, kommentiert der scheidende CEO von Vion, Francis Kint, die Zahlen für die abgeschlossene Geschäftssaison. Ein Jahr zuvor lag das Ebitda bei 61 Mio. €. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wies laut Vion zuletzt einen Rückgang um 6 Mio. € aus (2016: 30 Mio. €), der hauptsächlich auf 13 Mio. € höhere  Restrukturierungskosten zurückzuführen sei. Diese konnten von den um 6 Mio. € höheren Erträgen aus Übernahmen und Veräußerungen nur teilweise kompensiert werden.

Den aktuellen Umsatz gibt der Konzern mit 5,1 (Vorjahr: 4,8) Mrd. € an. Zugleich hat das Unternehmen sein Investitionsprogramm 2017 weiter vorangetrieben. Die gesamten Investitionen in den vergangenen vier Jahren summierten sich auf insgesamt 260 Mio. €. Allein 2017 waren es 79 Mio. €.

Die meisten Schweine unter Vertrag

Im Frühjahr 2017 hat Vions Division Pork „Good Farming Balance“ vorgestellt, einen nachfrageorientierten Ansatz zur besseren Nutzung der Möglichkeiten auf den internationalen Schweinefleischmärkten. Er soll die Perspektiven der niederländischen Schweinehalter verbessern. Dieser Ansatz habe sich als Erfolg herausgestellt. Mehr als 70 Prozent der in den Niederlanden eingekauften Schweine würden jetzt in vertraglichem Rahmen für eines der Konzepte von Vion erworben: Good Farming Star, Good Farming Balance und De Groene Weg.

Vion wolle seinen Aktionären für das Jahr 2017 zum ersten Mal seit 2012 eine Dividende in Höhe von 187,07 € pro ausgegebener Aktie auszahlen. Die Anzahl der ausgegebenen Aktien beläuft sich auf 50.784; es ergibt sich eine Dividende von 9,5 Mio. €.

2018 wird nach eigenem Bekunden ein entscheidendes Jahr für Vion sein. Zahlreiche Initiativen, die in den vergangenen Jahren ins Leben gerufen wurden, sollen dieses Jahr die ersten Früchte tragen. Obwohl die Viehpreise seit Anfang des Jahres gestiegen seien, hätten sich die Fleischpreise bisher nicht entsprechend erhöht, stellt der Konzern heraus. Vion geht davon aus, dass sich die gesellschaftlichen Debatten um ‚Tierhaltung‘ und ‚Fleischproduktion‘ erhärten und die Relevanz dieser Themen, denen sich das Unternehmen seit drei Jahren stellt, zunimmt.

Anfang dieser Woche hatte Vion mitgeteilt, dass Klint den Konzern zum 1. Juni 2018 verlassen wird. Er wolle neuer CEO eines börsennotierten Unternehmens in Belgien werden. Zu welchem Unternehmen Klint wechseln wird, bleibt zunächst offen.

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