imago / Martin Wagner

Ein Brand im Betrieb der Müller-Gruppe am Standort Ulm hatte am Donnerstag zu einem Feuerwehreinsatz und einer kurzzeitigen Unterbrechung der Schlachtungen geführt.

Nach dem gestrigen Brand in einem Technikbereich des Ulmer Schlachthofs konnte die Produktion in den späten Abendstunden schrittweise wieder hochgefahren werden. Ursache des Vorfalls sei nach ersten Erkenntnissen ein Kurzschluss in einem Schaltschrank im Untergeschoss des Gebäudes, gewesen. Das teilte Ulmer Fleisch, ein Unternehmen der Müller-Gruppe, fleischwirtschaft.de mit. Weder auf dem Betriebsgelände noch in der Nachbarschaft seien Menschen und Tiere zu Schaden gekommen. Den genauen Sachschaden kann das Schlachtunternehmen noch nicht beziffern, er bewege sich aber nach ersten Schätzungen im sechsstelligen Bereich.

„Wir sind froh, dass niemand zu Schaden gekommen ist und dass unsere Brandmeldesysteme ordnungsgemäß funktioniert haben. Nur so konnte früh reagiert und ein Ausbreiten des Feuers verhindert werden“, so Geschäftsführer Stephan Lange in einer Medienmitteilung. „Wir bedanken uns bei der Feuerwehr für ihr professionelles und schnelles Eingreifen sowie bei unserem gesamten Team - insbesondere der Technik“, so Lange weiter.

In den Morgenstunden quoll dicker Rauch aus den Lüftungsschächten und die Feuerwehr musste schnell reagieren. Zuerst wurden mehr als 400 Menschen vom Betriebsgelände evakuiert, erst dann konnten die Einsatzkräfte zum Brandherd vordringen und den Strom an den Anlagen kurzfristig abschalten. Die Feuerwehrkräfte setzten spezielle Löschmittel für Trafo-Brände sowie auch größere fahrbare Kohlendioxid-Löscher ein. Die Brandschutzmeldesysteme verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf weitere Bereiche des Gebäudekomplexes. Die Produktionsgebäude des Süddeutschen Schweinefleischzentrums (SFZ Ulm) waren nicht betroffen von dem Vorfall. Experten nutzten die Nachtstunden, um die Schlachtanlagen wieder hochzufahren, sodass seit dem heutigen Freitag wieder auf Normalniveau produziert wird.

Dieser Text erschien zuerst auf www.fleischwirtschaft.de.
stats