Schließung

K+S vereinbart Sozialplan für Sigmundshall


Kalimine Sigmundshall
Foto: K+S
Kalimine Sigmundshall

Die Mitarbeiter des Kaliwerkes Sigmundshall können an andere Standorte wechseln. Das Kaliwerk schließt zum Jahresende 2018.

Nach schwierigen Verhandlungen haben sich K+S und der Betriebsrat im Einigungsverfahren auf einen Sozialplan für die Mitarbeiter verständigt, die von der Teilschließung in Sigmundshall betroffen sind. Ziel ist es, möglichst vielen Mitarbeiter, die in Sigmundshall nicht weiter beschäftigt werden können, eine berufliche Perspektive auf einem anderen Standort zu eröffnen. Der Sozialplan beinhaltet Ausgleichsleistungen bei Wechsel an einen anderen Werksstandort und berücksichtigt zum anderen das Lebensalter der Beschäftigten bei der Abfindung. 

Antrag für Rekal-Anlage läuft
Die seit 1995 im Verbund mit der Kaliproduktion betriebene REKAL-Anlage (REcycling KALi) soll nach der Stilllegung des Werkes Sigmundshall, die für Ende 2018 festgelegt wurde, bis zum Abschluss der Haldenabdeckung im bisherigen Umfang weiter betrieben werden. Damit können für mindestens 15 Jahre rund 50 Arbeitsplätze erhalten werden. Der Antrag wurde im Januar 2018 eingereicht.
Das Werk Sigmundshall befindet sich in der Region Hannover in unmittelbarer Nähe des Steinhuder Meeres. Es nahm 1898 den Betrieb auf und ist das älteste noch produzierende Kalibergwerk der Welt. Eine Besonderheit der dortigen Salzlagerstätte ist die „Steile Lagerung“, die ein spezielles Abbauverfahren erfordert. Inzwischen findet die Gewinnung der Rohsalze in einer Tiefe zwischen 1.150 und 1.400 m statt. Die dort herrschenden Arbeitsbedingungen stellen Mensch und Technik vor große Herausforderungen, so dass mittlerweile ein wirtschaftlicher Produktionsbetrieb nicht mehr möglich ist.

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