Schweinepest

Hohe Verluste in Bulgarien und Polen

Die Karte zeigt für den Zeitraum 19. Juli bis 1. August in kräftigem Rot ASP-Ausbrüche in Hinterhofbeständen, in kräftigem Blau die Nachweise in kommerziellen Betrieben sowie in kräftigem Grün die Funde bei Wildschweinen. In den jeweils blasseren Farbtönen ist dargestellt, ob das Schweinepestgeschehen über einen längeren Zeitraum anhält.
Karte: OIE
Die Karte zeigt für den Zeitraum 19. Juli bis 1. August in kräftigem Rot ASP-Ausbrüche in Hinterhofbeständen, in kräftigem Blau die Nachweise in kommerziellen Betrieben sowie in kräftigem Grün die Funde bei Wildschweinen. In den jeweils blasseren Farbtönen ist dargestellt, ob das Schweinepestgeschehen über einen längeren Zeitraum anhält.

Bulgarien verbucht jetzt die größten Verluste wegen der Schweinepest, teils auch in großen Betrieben. In Polen fordert die Seuche ebenfalls große Opfer.

Nach einer Zusammenstellung der Internationalen Tiergesundheitsorganisation (OIE) ist Afrikanische Schweinepest (ASP) in Bulgarien von Mitte Juli bis Anfang August in 23 Beständen mit Hausschweinen festgestellt worden.

Darunter befinden sich sechs Großbetriebe, die jeweils Bestände von 8.000 bis mehr als 36.000 Tieren gehalten haben. Bei den anderen Betrieben handelt es sich um Hinterhofbestände für den Eigenbedarf. Außerdem sind bei der OIE in diesem Zeitraum mehrere Funde von ASP bei Wildschweinen gemeldet worden. Damit sind in Bulgarien unter den EU-Ländern bisher die meisten Tötungen erforderlich gewesen. Die OIE berichtet, dass es in den vergangenen drei Wochen fast 130.000 Schweine waren.

Neue Fälle an der Masurischen Seenplatte

Unvermindert heftig setzt sich auch die Schweinepest in Polen fort und trifft nach wie vor besonders Betriebe an der Masurischen Seenplatte, die für polnische Verhältnisse größere Bestände halten. Dort meldete das staatliche Veterinäramt zu Beginn dieser Woche einen weiteren ASP-Nachweis in einem Betrieb mit gut 2.000 Schweinen. Insgesamt sind in Polen in diesem Jahr 39 Fälle bei Hausschweinen bekannt geworden, die eine Tötung von mehr als 34.000 Schweinen zur Folge hatten.

Stärker betroffen von der Schweinepest ist seit gut einem Jahr auch Rumänien. Dort flackert die ASP immer wieder auf – allerdings ohne Höhepunkte. Die OIE registriert in den gut 14 Monaten von Juni 2018 bis Juli 2019 bei Hausschweinebeständen 64 Nachweise von ASP. Unter den EU-Nachbarländern kommen außerdem in den vergangenen Wochen einzelne Meldungen über ASP-Funde in Hinterhofhaltungen aus Serbien und Moldawien. Einen Fund gab es außerdem in der Slowakei. In Ungarn wiederum meldet die OIE regelmäßig Fälle von infizierten Wildschweinen.

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