Schweinepest

Polen meldet weitere Ausbreitung


Neue Funde von Schweinepest sind in Polen an der Tagesordnung. Erstmals in diesem Jahr sind infizierte Wildschweine in einer Wojewodschaft im äußersten Südosten gefunden worden.

Die Nationale Veterinärbehörde in Polen berichtet bis zum heutigen Mittwoch von 35 Fällen Afrikanischer Schweinepest (ASP), die in diesem Jahr in Nutztierbeständen festgestellt worden sind. Hinzu kommen bis Ende Juli 1.444 Funde bei Wildschweinen. Die Zahl der betroffenen Bestände von Hausschweinen ist bislang niedriger als im Vorjahr, höher ist jedoch der Preis, den die Landwirte zahlen müssen. Denn zunehmend wird ASP in Großbetrieben mit mehreren tausend Tiere festgestellt, die daraufhin getötet werden müssen.

Die Schwinepest findet sich in Europa in einem breiten Korridor vom Baltikum bis hin zum Schwarzen Meer. Die roten Punkte markieren Infektionen bei Hausschweinen, die blauen zeigen Funde bei Wildschweinen an.
Karte: FLI
Die Schwinepest findet sich in Europa in einem breiten Korridor vom Baltikum bis hin zum Schwarzen Meer. Die roten Punkte markieren Infektionen bei Hausschweinen, die blauen zeigen Funde bei Wildschweinen an.
Eine ständige Infektionsquelle bieten die riesigen Wildschweinpopulationen, die besonders im weniger bevölkerten Ostteil Polens sowie an der nordöstlichen Grenze zur russischen Enklave Kaliningrad anzutreffen sind. Beunruhigend sind jedoch auch die Funde westlich von Warschau. In dieser Woche ist außerdem erstmals seit 2014 ASP wieder in der Wojewodschaft Podkarpackie nachgewiesen worden. Dieser südöstlichste Zipfel Polens grenzt im Osten an die Ukraine sowie im Süden an die Slowakei. Gefunden wurden zwei infizierte Wildschweine.

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