Smart Farming

"Relevanz auch in kleinen Betrieben"


Kleinere Strukturen prägen die Schweizer Landwirtschaft.
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Kleinere Strukturen prägen die Schweizer Landwirtschaft.

Mit der Zusammenarbeit von Barto und 365FarmNet haben die Bauern in der Schweiz eine Hersteller-unabhängige Smart-Farming-Plattform erhalten. Barto-Chef Jürg Guggisberg und Maximilian von Löbbecke, Geschäftsführer von 365FarmNet, erläutern Hintergründe und den Stand der Kooperation.

agrarzeitung: Seit Kurzem kooperieren beide Firmen in der Schweiz, wie sieht das derzeit konkret aus?

Jürg Guggisberg: In der Schweiz ist Barto die führende Smart-Farming-Plattform, wir haben 365FarmNet operativ Anfang November 2019 an den Markt gebracht und können Landwirten damit nun innovative Lösungen für eine moderne, digitale Hofführung bieten. 365FarmNet wurde spezifisch für die Schweizer Landwirtschaft angepasst. Unter anderem haben wir den Authentisierungsservice der Behördensysteme integriert, was den Datenaustausch mit deren Systemen vereinfacht.

Wie kam es zu der Zusammenarbeit?

Jürg Guggisberg: Hintergrund für die Zusammenarbeit mit einem Partner ist, dass der Aufbau eines Farm-Management-Systems sehr teuer und zeitaufwendig ist und großes Know-how erfordert. Da die groben Strukturen eines Betriebs – mit seinen Parzellen, Betriebsgebäuden, Maschinen, angebauten Kulturen, Mitarbeitenden und so weiter – überall in Westeuropa ähnlich sind, haben wir uns schon 2016 auf die Suche nach bereits existierenden Systemen gemacht. Wir waren uns dabei stets bewusst, dass viele Anpassungen an die Schweizer Verhältnisse nötig sein werden.

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Weitere Artikel zum Thema finden Sie in unserem Report Smart Farming.

Was war Barto bei der Auswahl eines Kooperationspartners besonders wichtig?

Jürg Guggisberg: Wichtig war uns dabei, dass der Landwirt eine Gesamtsicht seines Betriebs erhält, also Ackerbau und Tierhaltung alles auf einer Plattform abgebildet sieht. Wir wollen dem Landwirt eine 360-Grad-Sicht auf seinen Betrieb ermöglichen. Und: Der Betriebsleiter soll dabei die zentrale Figur sein, denn er soll bestimmen können, wer Zugriff auf seine Daten erhält und was mit den Daten geschieht.

Zudem soll die Plattform offen sein für alle Branchenpartner, ihre Bausteine auf die Plattform zu stellen. Von den untersuchten Farm-Management-Systemen brachte 365FarmNet die beste Passung mit, was unsere Anforderungen verlangen. Deshalb fiel die Entscheidung für die Zusammenarbeit auf dieses System.

Dies ist die gekürzte Version eines Interviews aus der Agrarzeitung 09/2020, Seite 8. Wenn Sie den gesamten Text lesen möchten, können Sie ein vierwöchiges kostenloses Probeabo für die Agrarzeitung und agrarzeitung.de abschließen.

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