Der spanische Branchenverband für Schweinefleischerzeuger enthüllt ein eigenes Tierschutzlabel. Die Vorgaben sollen grundlegende Tierschutzprinzipien abdecken.

Ein Tierwohllabel für Schweinefleisch aus Spanien hat der Branchenverband Interporc am Dienstag vergangener Woche (24.4.) in Madrid vorgestellt. Als einer der großen internationalen Schweinefleischerzeuger sei Spanien in der Pflicht, eine Garantie für das Engagement für den Tierschutz während des gesamten Tierlebensprozesses zu geben, betonte Interporc-Direktor Alberto Herranz. Außerdem solle das in rosa Farbe gestaltete Label „Bienestar Animal Certificado“ dazu beitragen, „die bewährten Praktiken“ im heimischen Schweinesektor in Bezug auf den Tierschutz und die Biosicherheit zu unterstützen und das Image der spanischen Schweinefleischbranche international zu verbessern. Die Vorgaben für die Vergabe des Labels seien „technisch einwandfrei“, weil sie gemeinsam mit Zertifizierern, der Verwaltung, Wissenschaftlern und Tierschutzexperten erarbeitet worden seien. Zur konkreten Ausgestaltung der Vorgaben äußerte sich Herranz allerdings recht zurückhaltend, schreibt Agra Europe.

Mindeststandards des Tierschutzes erfüllt

Sichergestellt werde die Einhaltung der fünf von der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) festgelegten Tierschutzgrundsätze, berichtete der Verbandsdirektor. Hierzu gehöre unter anderem, dass die Tiere keinen Hunger oder Durst leiden dürften, frei von Angst und körperlichen Schmerzen sein müssten und ihr arttypisches Verhalten ungestört ausleben dürften. Die Einhaltung dieser Vorgaben werde in insgesamt acht Kontrollbereichen im gesamten Produktionsprozess von Schweinefleisch überprüft, darunter in den Bereichen Tierhaltung und Betriebsmanagement, Tiertransport und Schlachtung. Dazu würden Audits in den Tierhaltungsbetrieben, bei den Transport-, Be- und Entladevorgängen sowie bei den Fleischunternehmen durchgeführt.

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