Start-Up-Preis

Fischkamera gewinnt bei Rentenbank


Freuen sich über 5.000 Euro Preisgeld: die Gründer von MonitorFish Chaitanya Dhumasker und Dominik Ewald (v.l.n.r.).
Bild: sro
Freuen sich über 5.000 Euro Preisgeld: die Gründer von MonitorFish Chaitanya Dhumasker und Dominik Ewald (v.l.n.r.).

Ein Start-Up Unternehmen entwickelt eine Smartkamera, die Fische überwacht und Informationen über deren Gesunheit liefert. Die Technologie ist auch für Landwirte interessant.

MonitorFish ist Sieger des Start-Ups-Bootcamps, das vor Kurzem die Landwirtschaftliche Rentenbank veranstaltete. Bei dem einwöchigen Bootcamp werden junge Start-Ups von Experten und erfahrenen Unternehmern beraten. Die Veranstaltung lief unter dem Motto „Innovate Agriculture“ und fand vom 3. bis 7. Dezember im Frankfurter „TechQuartier“ statt. Am letzten Tag, dem „Demo Day“, konnten die 13 angetretenen Firmen sich und ihre Geschäftsidee den Investoren, darunter Vertreter der Baywa AG, präsentieren. Das Publikum durfte nach einer kurzen Vorstellungen von jeweils vier Minuten einen Gewinner bestimmen. MonitorFish überzeugte die Zuschauer und nahm ein Preisgeld von 5.000 € mit nach Berlin.

MonitorFish entwickelt Überwachungssysteme für Aquafarming. Das überwacht nicht nur Wasserwerte wie Ph, Sauerstoff und Temperatur, sondern verfolgt über eine Smartcamera auch den Bewegungen der Fische. Außerdem ist es möglich, mehrere Fischarten voneinander zu unterscheiden und Länge, Größe und damit die Biomasse zu bestimmen. Die Kamera analysiert das Schwimmverhalten der Fische und kann so auf deren Gesundheit schließen. Kehrt ein Fisch etwa in regelmäßigen Abständen zur Oberfläche zurück, kann das auf einen niedrigen Sauerstoffwert im Wasser hinweisen. Das System gibt Handlungsempfehlungen aus, wie der Fischzüchter Krankheiten entgegenwirken kann. Unterstützt werden die Entwickler von einem Fischexperten mit 20 Jahren Erfahrung.

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„Wir wollen noch in diesem Jahr in Brandenburg an den Start gehen“, sagt Dominik Ewald, Mitgründer und Chief Technology Officer bei MonitorFish. In Deutschland wird das System im kommenden Jahr bei 35 Betrieben etabliert. Der Markt reagiert interessiert. Besonders in China hat die Geschäftsidee Aufmerksamkeit erregt. Die drei Gründer von MonitorFish suchen nach Partnern und dem nötigen Kleingeld für die Internationalisierung.

Das System ist nicht nur für Fischzüchter interessant, denn die Technologie lässt sich auch auf Schweine anwenden. „Wir von MonitorFish konzentrieren uns auf Fischzucht, aber dem System ist es grundsätzlich egal, ob es den Bewegungen von Fischen oder Schweinen folgt. Oder, ob es den Sauerstoffgehalt im Wasser oder den Ammoniakgehalt im Stall misst," erklärte Ewald gegenüber agrarzeitung.de.

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