Strafzölle

USA erhebt Zölle auf Käse


Der Streit um den Flugzeughersteller Airbus facht das Feuer zwischen den Kontinenten weiter an.
Bild: Airbus
Der Streit um den Flugzeughersteller Airbus facht das Feuer zwischen den Kontinenten weiter an.

Der Streit zwischen den USA und der EU um unerlaubte Subventionen der EU an dem Flugzeughersteller Airbus geht in einen neue Phase. Nun drohen die USA erneut mit Strafzöllen auf EU-Agrarprodukte.

Die US-Regierung droht der EU wegen verbotener Flugzeugsubventionen mit weiteren milliardenschweren Sonderzöllen. Der US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer stellte eine Liste mit EU-Gütern im Wert von rund 4 Mrd. US-$ (umgerechnet 3,5 Mrd. €) vor, auf die Vergeltungszölle für illegale Staatshilfen beim Flugzeugbau verhängt werden könnten.

Auf der Liste finden sich eine Reihe höchst unterschiedlicher Produkte: Käsesorten wie Reggiano, Provolone, Edamer und Gouda ebenso wie Wurstsorten, Whisky und Oliven und Rohre. Die EU-Kommission kritisiert die Drohung. Die Berechnungen der US-Regierung beruhten auf internen Erhebungen und nicht auf Daten der für den Fall zuständigen Welthandelsorganisation (WTO). Man sei aber offen für Gespräche, so die EU-Kommission. Im April hatten die USA bereits mit Zöllen auf eine Reihe europäischer Produkte gedroht. Die EU hatte ihrerseits mit einer Liste von US-Gütern reagiert, die im Gegenzug mit Vergeltungszöllen belegt werden könnten. In Frage kämen Sonderabgaben auf Produkte wie Tomatenketchup, Wein, Reisekoffer und Spielekonsolen.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats