Lang ist die Optimierungsliste des Ludwigshafener Chemiekonzerns. In der Sparte Agrar sind derzeit keine neuen Ausgaben vorgesehen.

Die BASF verpasst sich ein neues Effizienzprogramm, das ab Ende 2021 Einsparungen von jährlich zwei Mrd. € bringen soll. Auf der heutigen Strategiekonferenz wurden viele Veränderungen angekündigt. Die BASF will Prozesse verbessern, Geschäftsbereiche stärker verzahnen und mehr Flexibilität innerhalb ihres Verbundes herstellen. Auch setzt der Konzern auf mehr Kundenorientierung, gleichzeitig soll der CO2-Ausstoß bis 2030 unverändert bleiben. Das alles soll Wachstum generieren. Darüber hinaus sollen nachhaltig erzeugte Produkte mehr Umsatz erzeugen. 

"Agrar ist fit für Wettberwerb"

Im Segment Agricultural Solutions sieht die BASF eine deutlich "geringere Investitionsrelevanz". "Wir sind mit der Übernahme der Bayer-Geschäfte sehr gut aufgestellt", sagte Brudermüller heute. "Das war das Eingangstor für ein gutes Saatgut-Geschäft und nun haben wir das gleiche Portfolio wie unsere Wettbewerber." Die Pipeline sei hervorragend und die Innovationsmöglichkeiten groß. "Wir sind fit für den Wettbewerb", so Brudermüller.

Gute Wachstumsmöglichkeiten sieht BASF-Chef Dr. Martin Brudermüller in Asien und insbesondere in China. China sei mit einem Anteil von über 40 Prozent am Weltmarkt der größte Chemiemarkt. Dort prüft das Unternehmen in Zhanjiang den Bau eines zweiten Chemie-Park. Der neue Verbundstandort in Zhangjiang und der erweiterte Nanjing-Verbund werden zu einem deutlichen Wachstum in China führen, ist sich Brudermüller sicher. Mit rund 10 Mrd. € Umsatz sei die BASF der größte nicht-chinesische Partner. In China produziert die BASF Grundchemikalien, aber auch Vorprodukte für Pflanzenschutzmittel und betreibt Forschung & Entwicklung. Der Geschäftsbereich Chemicals, der ein Viertel des Umsatzes ausmacht, hat für die BASF daher die höchtste Investitionsrelevanz. 


Darüber hinaus will die BASF nachhaltiger werden und vor allem nachhaltige Produkte entwicklen, entweder alleine oder mit Partnern. 22 Mrd. € Umsatz bis 2025 will das Unternhemen mit besonders nachhaltigen Produkten erzielen. Für ihre Aktionäre setzt sich der Konzern ambitionierte Ziele und will die Dividende jährlich steigern und auch beim EBITDA vor Sondereinflüssen pro Jahr um 3 bis 5 Prozent wachsen. 

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