Südzucker

Herber Verlust im Zuckergeschäft


Zuckerrübenernte in Offenau
Foto: Südzucker
Zuckerrübenernte in Offenau

Einen weiteren Rückschlag bekommt der Mannheimer Konzern im 1. Halbjahr verpasst. Der operative Verlust im Zuckersegment erreicht 93 Mio. €.

 

Die Südzucker AG hat im 1. Halbjahr ( März/August) des laufenden Geschäftsjahres 2019/20 einen Konzernumsatz von 3,31 (Vorjahr: 3,47) Mrd. € erzielt. Während der Umsatz im Segment Zucker deutlich zurückging, lag er im Segment Frucht leicht unter Vorjahresniveau und stieg in den Segmenten Spezialitäten und Cropenergies an.

Das operative Konzernergebnis verringerte sich erwartungsgemäß deutlich auf 74 (139) Mio. €. Dies ist auf den Verlust im Segment Zucker zurückzuführen. Der Rückgang im Segment Frucht wird durch Ergebnisverbesserungen in den Segmenten Spezialitäten und Cropenergies mehr als ausgeglichen.

Im Segment Zucker ging der Umsatz deutlich auf 1,12 (1,4) Mrd. € zurück. Das Minus ist auf niedrige Erlöse und eine wesentlich geringere Absatzmenge infolge der kleinen Rübenernte 2018 zurückzuführen.

Der  operative Verlust im Zuckergeschäft betragt -93 (+3) Mio. €. Der Konzern führt dies auf ein nicht kostendeckendes Preisniveau im EU-Zuckermarkt und andererseits eine nach der trockenheitsbedingt geringeren Ernte 2018 deutlich geringere Absatzmenge zurück.

Rübenverarbeitungskampagne 2019

Auch in diesem Jahr führten Hitze und Trockenheit im Sommer in den meisten Anbaugebieten zu einer insgesamt unterdurchschnittlichen Ertragserwartung der Zuckerproduktion in der Südzucker-Gruppe. Die Kampagne startete am 21. August in Moldau. Die übrigen Werke folgten Mitte September bis Anfang Oktober. Die mittlere Kampagnelänge in der Südzucker-Gruppe wird voraussichtlich 106 (115) Tage betragen. Aus 28,1 (29,3) Mio. t Rüben sollen 4,45 (4,62) Mio. t Zucker gewonnen werden.

Spezialitäten mit fortgesetztem Wachstum

Auch im 2. Quartal konnte das Wachstum im Segment Spezialitäten fortgesetzt und der Umsatz im 1. Halbjahr auf 1,19 (1,12) Mrd. € gesteigert werden. Dies ist neben dem höheren Absatz insbesondere bei Stärke- und Verzuckerungsprodukten vor allem auf die höheren Ethanolerlöse der Tochtergesellschaft Cropenergies zurückzuführen, die trotz eines Rückgangs zum Ende des 2. Quartals das Vorjahresniveau deutlich übertrafen.

Das operative Ergebnis lag auch im 2. Quartal über dem Vorjahresquartal, sodass nach den ersten sechs Monaten ein deutlicher Zuwachs auf 87 (75) Mio. € erzielt werden konnte. Gestiegene Kosten insbesondere bei den Rohstoffen wurden hierbei durch die Umsatzsteigerung mehr als ausgeglichen.

Cropenergies legt deutlich zu

Cropenergies verzeichnete im 1. Halbjahr einen Umsatzanstieg auf 405 (349) Mio. € und einen operativen Gewinn von 44 (14) Mio. € wegen der höheren Ethanolerlöse.

Der Umsatz im Segment Frucht verringerte sich leicht auf 596 (612) Mio. €. Das operative Ergebnis ging deutlich auf 36 (47) Mio. € zurück. Im Bereich Fruchtzubereitungen wirkten sich im 1. Halbjahr bei stagnierenden Umsätzen die höheren Kosten sowie auch Einmaleffekte belastend aus. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate konnten rückläufige Erlöse nicht vollständig durch gestiegene Absätze ausgeglichen werden.

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