Symposium

Forscher: "Pflanzenschutz ist unverzichtbar"


Die Bedeutung des Pflanzenschutzes hebt Prof. Andreas von Tiedemann auf dem Adama-Symposium hervor.
Uni Göttingen
Die Bedeutung des Pflanzenschutzes hebt Prof. Andreas von Tiedemann auf dem Adama-Symposium hervor.

Produktivitätssteigerungen ohne Pflanzenschutz erteilte Prof. Andreas von Tiedemann eine Absage. Unsere Kulturpflanzen wären auf Schutz angewiesen.

Hiesige Kulturpflanzen seien kein Produkt der Evolution, so von Tiedemann gestern auf dem Pflanzenschutzsymposium von Adama in Magdeburg. Sie seien auf Bekömmlichkeit gezüchtet worden und hätten daher eine geringere natürliche Abwehr. "Solange wir Nutzpflanzen anbauen, brauchen sie Pflanzenschutz", ist von Tiedemann überzeugt. Die nötigen Produktionssteigerungen über den Ökoanbau, der geringere Erträge und die doppelte Fläche verbrauchen würde, zu erreichen, hält er für utopisch. 

Die Kritik am chemischen Pflanzenschutz, dass er die Gesundheit gefährde, hält der Phytopathologe von der Univsität Göttingen ebenfalls für falsch. Von rund 695 zugelassenen Pflanzenschutzmitteln würden 95 Prozent keiner Toxizitätsklasse angehören. Die Angabe der Höchstmengen stifte bei den Verbrauchern zusätzlich Verwirrung, denn dabei handele es sich um Vorsorgewerte und nicht um Toxizitäts-Werte.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats