Tiernahrungsindustrie

Hersteller überraschen mit guten Zahlen

DVT-Präsident Jan Lahde betont die wichtige Rolle der Tiernahrungshersteller im Rohstoffgeschäft.
Foto: J_Struck
DVT-Präsident Jan Lahde betont die wichtige Rolle der Tiernahrungshersteller im Rohstoffgeschäft.

Der Markt für industriell hergestelltes Mischfutter zeigt sich überraschend stabil. Im Vergleich zum Vorjahr konnte ein weiteres leichtes Plus erreicht werden.

Die pessimistischen Prognosen zur Veredlungswirtschaft haben sich nicht bestätigt, erklärt der Präsident des Deutschen Verband Tiernahrung (DVZ), Jan Lahde. Nach vorläufigen Erhebung seien im Kalenderjahr 2017 rund 24, 1 Mio. t Mischutter und damit ein Plus von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hergestellt worden, so Lahde auf der Jahrespressekonferenz des DVT in Berlin. Bei nahezu identischen Durchschnittspreisen der gewerblich gehandelten Futtermittel habe der wertmäßige Umsatz mit rund 7,3 Mrd. € um drei Prozent über dem Vorjahr gelegen. Auf Mischfutter entfielen dabei nach Schätzungen des Verbandes 6,6 Mrd. € (Vorjahr 6,3 Mrd. €).

Regionale Unterschiede

Mengenmäßig gab es Abweichungen zwischen den verschiedenen Regionen, führt Lahde aus. Während im Norden Deutschlands  der Zuwachs mit 1,5 Prozent nur minimal ausgefallen sei, habe der Absatz im Osten sich um 5,4 Pozent erhöht. Besonders daran beteiligt war der Absatz an Mischfutter für Schweine, der im Osten mengenmäßig sogar um 9,2 stark zulegte. Im Süden Deutschlands gab es im Geflügelbereich größere Einbußen, was nach Angaben des DVT auf eine deutliche Reduzierung der Mastgeflügelbestände zurückzuführen ist. Da auch keine Stallneubauten realisiert werden konnten, geht der Verband von einer anhaltenden Stagnation in diesem Segment in Süddeutschland aus. 


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