Tierseuche

Schweinepest in Polen beunruhigt


Die Schweinepest flaut in Polen etwas ab. Grund zur Entwarnung geben die Zahlen aber nicht, weil der Höhepunkt des Seuchengeschehens noch bevorsteht.

Die nationale polnische Veterinärbehörde meldet von Januar bis Mitte April 903 Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen. Vor einem Jahr waren es im gleichen Zeitraum etwa 1.000 Funde gewesen. Die Zahl der Fälle ist also um rund 10 Prozent gesunken. Außerdem ist in diesem Jahr die Krankheit bislang nur in einem landwirtschaftlichen Betrieb festgestellt worden. Ende Januar 2019 hatte die ASP einen kleinen kommerziellen Bestand mit 67 Schweinen getroffen, der sich im Nordosten der Woiwodschaft Ermland-Masuren nahe der Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad befindet.

Polen hält in Europa einen „unrühmlichen" Spitzenplatz bei infizierten Wildschweinen.
Pixabay
Polen hält in Europa einen „unrühmlichen" Spitzenplatz bei infizierten Wildschweinen.
In dieser Region grassiert auch 2019 weiterhin die Schweinepest bei Wildschweinen. Darüber hinaus ist in diesem Jahr die Woiwodschaft Masowien besonders betroffen. Besonders intensiv entwickelt sich dort die ASP um im Ballungsraum rund um Warschau.

Höhepunkt ist ab Juni zu erwarten

Entwarnung lässt sich aus dem Rückgang der ASP-Funde 2019 keinesfalls ableiten, analysiert das Internetportal Farmer.pl. Von Erfolgen bei der Bekämpfung der Krankheit sei Polen noch weit entfernt. „Unser Land bleibt in Europa ein unrühmlicher Führer, was die Häufigkeit der Pest bei Wildschweinen betrifft“, stellt Farmer.pl außerdem fest. Schließlich sagen die Zahlen bis Mitte April auch wenig darüber aus, wie sich die Krankheit im ganzen Jahr entwickelt. Denn der Höhepunkt des Seuchengeschehens war in den Vorjahren jeweils in den Monaten Juni bis August.

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