Treibhausgaswert

Kanadischer Raps sichert sich EU-Markt


Kanadische Exporteure von Canola-Raps erhalten ein Weihnachtsgeschenk. Der Rohstoff erfüllt die EU-Vorschriften als Rohstoff für Biodiesel.

Ab dem 1. Januar 2018 müssen Agrarrohstoffe, die in der EU als Rohstoffe für Biodiesel eingesetzt werden, nachweisen, dass bei ihrer Verwendung mindestens 50 Prozent Treibhausgase eingespart werden. Als Vergleichswert gilt das Tanken von fossilem Diesel. Bisher lag der Mindestwert bei 35 Prozent. Am Dienstag hat die EU-Kommission bestätigt, dass Raps aus Kanada die höheren Anforderungen erfüllt.

„Diese Entscheidung bedeutet, dass wir weiterhin Zugang zu einem wichtigen Exportmarkt haben“, kommentiert Jim Everson, Präsident des Canola Council of Canada (CCC). Er berichtet, dass die Branche zwei Jahre lang „hart gearbeitet“ habe, um in der gesamten Wertschöpfungskette vom Acker bis zum Exporthafen die entsprechende Verringerung der Treibhausgase nachzuweisen. Am Mittwoch reagierten auch die Notierungen an den Rapsbörsen auf die Entscheidung. Während die Matif verlor, legte Winnipeg zu.

Everson weist auf die hohe Abhängigkeit der kanadischen Rapsbranche vom Export hin. Erst vor wenigen Tagen hat das kanadische Agrarministerium die Exporterwartungen 2017/18 auf etwa 11,5 Mio. t Raps erhöht. Das wäre mehr als im Vorjahr. Die größten Absatzmärkte für Kanada sind China, Japan und die USA. Der Absatz in die EU hat nach den Zahlen von Oil World in der vergangenen Saison 2016/17 rund 760.000 t erreicht.
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