Über 100 Fragen zum Preis der Energiewende


Die SPD fordert eine Kostenaufstellung von der Schwarz-Gelben Koalition. Sie wirft der Regierung vor, das Projekt zu zerreden.

Kaum ein Tag vergehe, ohne dass vor den Kosten für die Energiewende gewarnt werde, bemängeln die Sozialdemokraten. Die Bundesregierung lasse den Eindruck entstehen, die Energiewende könne an den Kosten scheitern, habe aber noch keinen „Masterplan“ zu dem Projekt vorgelegt.

Die SPD-Bundestagsfraktion vertritt dagegen die Auffassung, dass es ohne Umsetzung der Energiewende zu erheblichen Preissteigerungen kommen würde. Denn auch ohne Energiewende hätte es erheblichen Änderungs- und Erneuerungsbedarf in der Erzeugung, in der Übertragung und in der Verteilung von Energie gegeben.

In einer Großen Anfrage fordert die SPD-Bundestagsfraktion die Schwarz-Gelbe Koalition nun dazu auf, die Kosten für die Energiewende zu benennen. Die Sozialdemokraten haben einen Katalog mit mehr als 100 Fragen erarbeitet. Darin fragen sie unter anderem nach den Kosten, die durch die Umlage zur Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien entstehen, wie agrarzeitung.de aus SPD-Kreisen erfuhr. (pio)
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