In Österreich verzögert sich die Auszahlung der EU-Fördergelder. Um Liquiditätsengpässe der Landwirte zu verhindern, soll ein Überbrückungskredit gewährt werden. Darauf haben sich die Agrarreferenten der Bundesländer während einer Konferenz geeinigt. So soll den Landwirten ein Überbrückungskredit in Form eines Überziehungsrahmens auf dem Bankkonto gewährt werden, auf das die EU-Zahlungen angewiesen werden. Die Zinsen des Überbrückungskredits sollen von den Ländern übernommen werden, berichtet das Agrarische Informationszentrum in Wien. Für die Beantragung des Kredits benötigen Landwirte ein Schreiben der Agrarmarketing Austria (AMA), dass sich die Auszahlung verspätet, und den Auszahlungsbescheid des Vorjahres. Betroffen sind rund 4.000 Landwirte.

Auslöser für die um etwa drei Monate verzögerten EU-Zahlungen an die Landwirte ist eine neue EU-Vorgabe. Diese schreibt vor, dass die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete und die einheitliche Betriebsprämie erst nach erfolgter Kontrolle des jeweiligen Betriebes ausgezahlt werden darf. (sch)
stats