Übergangsregelungen für Landkauf in MOE-Ländern gefordert

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Die land- und forstwirtschaftlichen Flächen in den mittel- und osteuropäischen Ländern (MOEL) müssten in den ersten Jahren einer EU-Mitgliedschaft vor dem kaufkräftigen Publikum aus der alten Union geschützt werden. Dies forderte EU-Erweiterungskommissar Günter Verheugen vergangene Woche in Berlin. Das noch für längere Zeit bestehende Preisgefälle bei den Immobilien mache Übergangsregeln erforderlich. "Fünf Jahre bei Zweitwohnsitzen ist sicherlich maßvoll, 18 Jahre bei land- und forstwirtschaftlichen Flächen wohl deutlich zu viel", grenzte Verheugen einen möglichen Verhandlungsspielraum ein. Die Kommission will noch in diesem Jahr einen Vorschlag zum Landkauf in den beitretenden Ländern vorlegen und das entsprechende Kapitel mit Polen, Ungarn und der Tschechischen Republik möglichst auch noch abschließen. Zypern wurde bereits eine Übergangsfrist von fünf Jahren beim Landkauf von nicht ortsansässigen EU-Ausländern eingeräumt. Estland hat dagegen auf eine Übergangsfrist verzichtet. Polen fordert 18 Jahre und die Tschechische Republik zehn Jahre. (Mö)
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