Danone beendet seinen Liefervertrag mit der Milcherzeugergemeinschaft Ochsenfurt. Unabhängig davon wird die Molkerei in Ochsenfurt weiter von 129 Bauern aus der Region beliefert werden.

Die Danone GmbH hat den Milchliefervertrag mit der Milcherzeugergemeinschaft Ochsenfurt für Ende Januar 2019 gekündigt. Betroffen sind 46 Erzeuger mit einer Jahresmilchmenge von 18,5 Mio. kg. Dieser Schritt sei notwendig, um seit Jahren bestehende Milchüberkapazitäten im Werk Ochsenfurt abzubauen und die Wirtschaftlichkeit des Danone-Werkes langfristig zu sichern, so das Unternehmen. 

Konzern will Übergang begleiten

Danone zahlte in der Region ein attraktives Milchgeld. Die Erzeuger erhielten 2017 für gentechnikfreie Milch 38,68 Cent/kg bei 500 t Jahresanlieferung. 
Danone will den betroffenen Bauern bei der Suche nach einem neuen Milchabnehmer helfen, gewähre verlängerte Übergangsfristen und biete weitere Beratung auch über das Vertragsende hinaus an, heißt es von dem Unternehmen. 

Die Molkerei werde weiterhin 60 Mio. kg Milch pro Jahr von 129 Bauern der Milchzentrale Nordbaden (MZN) beziehen, deren Betriebe zwischen 20 und 100 Kilometer vom Werk entfernt liegen. Mit der Milchzentrale Nordbaden hat Danone ein neues Bezahlmodell ausgehandelt. Die Erlöse der Milchbauern richten sich nach weiteren Parametern wie die allgemeine Milchpreisentwicklung und die Futterkosten.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats