Übernahme

DMK will Alete kaufen

Das DMK will weiter wachsen und ist an Alete interessiert.
Foto: DMK
Das DMK will weiter wachsen und ist an Alete interessiert.

Das Deutsche Milchkontor will sein Standbein im Babynahrungssegment stärken. Die Molkerei führt Übernahmegespräche mit Alete. Die kartellrechtliche Prüfung läuft.

Die frühere Nestlé-Marke Alete soll abermals den Besitzer wechseln: Das Deutsche Milchkontor (DMK) will den einstigen deutschen Marktführer im Babygläschen-Segment übernehmen. Der Molkereikonzern bestätigte entsprechende Gespräche mit den Eigentümern der Alete-Gruppe. Konkret gehe es um die Übernahme des kompletten Vertriebsgeschäftes der Alete GmbH und German Baby Food GmbH, sagte ein Sprecher gegenüber der Lebensmittelzeitung, LZ. Dem Bundeskartellamt sei das Vorhaben bereits zur Prüfung vorgelegt worden, heißt es vom DMK.

Alete war nach der Übernahme von Nestlé seit 2014 mehrheitlich in Besitz der Beteiligungsgesellschaft BWK, die zu 40 Prozent der Landesbank Baden-Württemberg gehört. Ihren Anteil über 80 Prozent hat BWK schon im Dezember an die Gesellschaft EBC des bisherigen Alete-Minderheitsgesellschafters und ehemaligen Henkel-Managers Horst Jostock weitergereicht. Das bestätigte BWK-Geschäftsführer Bernd Bergschneider auf LZ-Anfrage. Im Februar sollen die Anteile dann von Jostock an das DMK verkauft werden, schreibt das "Manager Magazin", das zuerst über die Übernahmepläne berichtet hat. Das DMK selbst wollte keine weiterführenden Angaben zu der Transaktion machen. Alete war im vergangenen Jahr unter Druck geraten, als die Rückzahlung eines vom einstigen Besitzer Nestlé gewährten Kredits über 20 Mio. Euro näher rückte. Insider gehen davon aus, dass Nestlé einen Großteil dieses Geldes zurückerhalten wird.

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