Beteiligung

Nordzucker steigt ins Rohrzuckergeschäft ein


Rübe plus Rohr. So lautet die zukünftige Marschrichtung bei Nordzucker.
Bild: Nordzucker
Rübe plus Rohr. So lautet die zukünftige Marschrichtung bei Nordzucker.

Mitten in der schwersten Krise der Zuckerwirtschaft in der EU versucht Nordzucker sein Glück in Australien. Die Mehrheitsbeteiligung wird an Bedingungen geknüpft.

Nordzucker übernimmt 70 Prozent an dem australischen Zuckerproduzenten Mackay Sugar Ltd. Damit will der zweitgrößte europäische Zuckerkonzern seinen Fokus nicht nur auf die Zuckerrübe sondern auch auf das Zuckerrohr ausweiten. Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aktionäre von Mackay Sugar und weiterer aufschiebender Bedingungen wie dem Verkauf einer der vier Zuckerfabriken, teilt Nordzucker heute mit.

Der Braunschweiger Konzern wird für die Beteiligung in Höhe von 70 Prozent der Anteile am Aktienkapital ein Eigenkapital in Höhe von 60 Mio. australische $ (AUD) einbringen. Das entspricht derzeit rund 38 Mio. €.  Zudem wird Mackay Sugar ein zusätzliches Gesellschafterdarlehen in Höhe von ebenfalls bis zu 60 Mio. AUD zur Verfügung gestellt. Die Eigen- und Fremdkapitalzufuhr wird im wesentlichen für Ersatz- und Neuinvestitionen verwendet, um die Verfügbarkeit der drei verbleibenden Werke mit einer jährlichen Produktionskapazität von etwa 700.000 t Zucker in den nächsten Jahren deutlich zu steigern und das Unternehmen profitabel aufzustellen.  

Investition in Rohrzucker

„Die Wachstumsregionen im Zucker liegen außerhalb der EU. Mit der Beteiligung an Mackay Sugar können wir uns einen substantiellen Anteil am australischen Markt sichern und erhalten Zugang zum südostasiatischen Markt“, begründet der Vorsitzende des Vorstands, Dr. Lars Gorissen die Beteiligung. Mit der Rohrzuckerproduktion wolle er auch bei den derzeit niedrigen Zuckerpreisen eine positiven Beitrag zum Konzernergebnis leisten. Nordzucker hat angesichts der mageren Zuckerpreise und der schwachen Exporte in Drittländer einen Verlust von 40 Mio. € im Geschäftsjahr 2018/19 (März/Februar) angekündigt.

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