Übernahme

Trecker.com ist verkauft

Wird das grüne Kreuz bald blau? Das Berliner Start-up wurde von Yara gekauft.
Foto: AZ screenshot
Wird das grüne Kreuz bald blau? Das Berliner Start-up wurde von Yara gekauft.

Ein großes Düngeunternehmen erwirbt den jungen Berliner Anbieter von Agrarsoftware. Der Schutz der Daten soll mit der Übernahme gewahrt bleiben.

Die Digitalabteilung von Yara hat am heutigen 2. Juli das Berliner Start-up trecker.com übernommen. Trecker.com bietet eine Software an, mit der landwirtschaftliche Betriebe ihre Arbeit in Echtzeit digital erfassen und auswerten können. Auf der Agritechnica im November 2017 war das Unternehmen mit einer Kommunikationsoffensive in Erscheinung getreten, um die Digitalisierung auf dem Hof anzukurbeln. Das scheint für eine eigenständige Fortführung des Unternehmens nicht gereicht zu haben. Denn heute meldet der weltgrößte Anbieter von Stickstoffdünger die Übernahme.

Yaras digitale Angebote wachsen

Erst 2017 hatte Yara die neue Geschäftseinheit „Digital Farming“ gegründet, um digitale Lösungen für die Pflanzenernährung zu entwickeln. Die etablierten Produkte N-Tester und N-Sensor ergänzte als erstes die Software „Atfarm“. Sie wertet Satelliendaten aus, um die teilflächenspezifische Düngung zu optimieren. Nun will Yara noch einen Schritt weiter gehen. „Wir möchten nicht nur die Düngung auf jedem einzelnen Feld verbessern. Unser Ziel ist es, dem Landwirt digitale Lösungen anzubieten, die ihn dabei unterstützen, ganzheitlich profitabler und nachhaltiger zu wirtschaften“, sagte Dr. Markus Himken, VP Digital Farming Professional Market Solutions. „Die Übernahme von trecker.com ist daher ein weiterer, wichtiger Schritt zur Erweiterung unseres digitalen Angebots“.

Trecker.com wurde 2012 als Start-up gegründet. Für die Nutzer und Kunden der Cloud-basierten Plattform soll sich nach Unternehmensangaben nur wenig ändern. Auch nicht beim Thema Datenschutz. „Wir sind uns bewusst, dass von trecker.com höchst sensible Daten erhoben werden. Für uns ist es daher selbstverständlich, dass wir alle diese Daten streng vertraulich behandeln und weder extern noch intern weitergeben", erklärt Himken. Zu Kaufpreis und die Folgen für die Mitarbeiter und die Geschäftsgründer gab es noch keine Angaben.

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