Übernahme von Allgäuland durch Arla ist zwingend


Für die in Schieflage geratene Allgäuland-Käsereien GmbH ist die Übernahme durch Arla Foods die einzige Alternative zur Insolvenz. Das dänisch-schwedisch-deutsche Unternehmen verlangt zudem Lieferzusagen bis 2015. Die Mitglieder der sechs Teilhabergenossenschaften der in Schieflage geratenen Allgäuland-Käsereien GmbH haben keine Wahl: Entweder es stimmen 75 Prozent einer Übernahme durch den dänisch-schwedisch-deutschen Molkereiriesen Arla Foods zu, oder Allgäuland muss Insolvenz anmelden. Dies war die Botschaft, die Deutschlands Geschäftsführer von Arla, Torben Olsen, der Presse in Memmingen mitteilte. Die mit über 70 Mio. € hochverschuldete Allgäuland GmbH sei anders nicht mehr zu retten, räumte auch der Geschäftsführer der Allgäuland-Käsereien GmbH, Paul E. Ritter, ein. Den monatlichen Verlust der Unternehmens bezifferte er auf rund 1 Mio. €. Die Banken haben bereits auf einen Teil ihrer Forderungen verzichtet. Über die Höhe der Restschulden, die Arla übernimmt, hüllte sich Olsen in Schweigen.

Arla übernimmt Allgäuland nur, wenn die Landwirte mindestens 250 Mio. Kilo Milch jährlich liefern. Die Milchbauern müssen dazu einen Vertrag unterzeichnen, der sie bis zum Jahres wechsel 2014/15 bindet. Nach der Übertragung der wertlosen Allgäuland GmbH-Anteile an Arla Foods werden die bisherigen Teilhabergenossenschaften lediglich  Liefergenossenschaften, die weder an Allgäuland noch bei Arla Anteile halten. Olsen versprach den Landwirten in den kommenden vier Jahren einen "überdurchschnittlichen Milchauszahlungspreis", den er allerdings nicht konkret nennen wollte.  Nach der Übernahme seien harte Restrukturierungmaßnahmen unausweichlich. kündigte Olsen an. Er könne weder Garantien für den Erhalt der vier Allgäuland-Standorte, noch für die Arbeitsplätze geben. (HH)  
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