Umfrage

Landwirte halten wenig vom Unkrauthacken


Die Mehrheit der Landwirte geht davon aus, dass Pflanzenschutz in Deutschland auch in Zukunft noch möglich sein wird.
Adama
Die Mehrheit der Landwirte geht davon aus, dass Pflanzenschutz in Deutschland auch in Zukunft noch möglich sein wird.

Digitale Management Tools, Sensortechnik, Drohnen und Satelliten werden sich im Jahr 2030 durchgesetzt haben. Im Schwarm arbeitende autonome Feldrobotern sehen Landwirte hingegen skeptisch.

Bei der Frage, ob der chemische Pflanzenschutz in den nächsten 12 Jahren verboten wird, sind Landwirte wenig ängstlich. Die Mehrheit von 58 Prozent geht davon aus, dass Pflanzenschutz in Deutschland auch in Zukunft möglich sein wird. Mit Blick auf die Erfahrungen bei Glyphosat, den Neonicotinoiden und Restriktionen bei den endokrinen Disruptoren, glauben aber immerhin acht Prozent an ein Totalverbot.

Dies sind Ergebnisse einer Befragung von 186 Betriebsleitern mit dem Schwerpunkt Acker- und Marktfruchtbau. Das Pflanzenschutzmittelunternehmen Adama hatte im Oktober 2018 zusammen mit der Agentur agriExperts Landwirte nach ihrer Meinung zur Zukunft des Pflanzenschutzes befragt.
Für die befragten Landwirte reichen demnach Alternativen wie die mechanische oder thermische Bekämpfung von Unkräutern nicht aus. Die Behandlung mit der Feldspritze wird ihrer Meinung nach bleiben. Bei den jeweiligen Mitteln erwarten sie unterschiedliche Entwicklungen. So glauben 42 Prozent, dass sie künftig weniger Fungizide benötigen, weil zunehmend Sensoren Pilzkrankheiten erkennen können, die sich dann teilflächenspezifisch bekämpfen lassen. Nur acht Prozent glauben, dass Herbizide überflüssig werden, weil die Hacke oder andere Verfahren die Unkäuter in den Griff bekommen.


Mehr als ein Drittel der befragten Landwirte setzt bereits neue Technik wie moderne Pflanzenschutzspritzen, automatische Lenksysteme (je 38 Prozent) oder GPS-Steuerung in Landmaschinen (43 Prozent) ein. Autonome Feldroboter oder satellitengestützte Schädlings- und Unkrautbekämpfung sind für die befragten Landwirte in den nächsten
Jahren dagegen eher unrealistisch.

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