Umsatzentwicklung 2017

Molkereikonzern Emmi wächst kaum


Der Schweizer Milchkonzern Emmi verzechnet für 2017 nur minimales Wachstum. Hintergrund ist der steigende Preisdruck am umsatzstärksten Heimatmarkt Schweiz.

Zwar stieg der Konzernumsatz um 3,2 Prozent auf 3,36 Mrd. CHF, doch organisch, also währungs- und akquisitionsbereinigt konnten die Schweizer ein Wachstum von lediglich 0,5 Prozent verbuchen. Emmis umsatzstärkste Division (Schweiz) fuhr unter dem starken Preisdruck ein Minus von 0,6 Prozent ein.

Das kam nicht unerwartet. Die Molkerei hatte bereits im Halbjahresbericht die Prognose um bis zu zwei Prozent nach unten korrigiert. Das liegt mitunter an dem hohen Importdruck, was die Bereiche Käse und Frischkäse drückte. Bei den Molkereiprodukten wie Milch und Butter bleiben die Umsätze stabil. Die Frischeprodukte wie Caffè Latte, Jogurtpur und Energy Milk verzeichnen hingegen steigende Umsätze.

Den größten Umsatzzuwachs mit 4,1 Prozent konnte die Americas-Sparte verbuchen. Hier profitierte Emmi besonders durch die Zurechnung von Mexiko zur Sparte. Die Sparte bewegt sich auch hier in den prognostizierten drei bis fünf Prozent Wachstum.



Der Umsatz im Europageschäft stieg hingegen der Prognosen um 8,7, das organische Wachstum um  0,8 Prozent. Emmi hatte Wachstumseinbrüche von bis zu drei Prozent erwartet.

Die Global Division ist die kleinste der vier Geschäftsanteile und umfasst alle Länder, in denen Emmi keine eigenen Gesellschaften hat, wie Asien oder die arabische Halbinsel. Dabei geht es meistens um Direktverkäufe aus der Schweiz in diese Länder. Der aktuelle Rückgang von 9,7 Prozent erklärt sich unter anderem durch geringere Entlastungsexporte von Butter und Milchpulver durch die steigende Käseproduktion in Russland und die verhaltene Entwicklung von Milchverkäufen in China.

Eine Prognose für das Jahr 2018 will Emmi erst zur Analysten- und Medienkonferenz am 5. März abgeben.

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