Universität Hohenheim

Grundstein für neues Forschungszentrum

Staatssekretärin Gisela Splett bestückt eine Zeitkapsel für den Grundstein des künftigen tierwissenschaftlichen Forschungszentrums HoLMiR.
Universität Hohenheim / Beqiri
Staatssekretärin Gisela Splett bestückt eine Zeitkapsel für den Grundstein des künftigen tierwissenschaftlichen Forschungszentrums HoLMiR.

An der Universität Hohenheim wurde der Grundstein für das „Hohenheim Center for Microbiom Livestock Research“ (HoLMiR) gelegt.

Wie die Universität mitteilte, ist dieses Gebäude Teil eines neuen Forschungsansatzes. Dabei würden Wissenschaftler das Wechselspiel zwischen Nutztieren und den Millionen Mikroorganismen in deren Verdauungstrakt unter die Lupe nehmen. Ziel sei es, das Tierwohl und die Tiergesundheit zu verbessern, mehr Klimaschutz zu erreichen und die Umweltbelastung zu verringern. Das HoLMiR besteht der Universität zufolge aus zwei Gebäuden mit rund 3.500 qm Nutzfläche und verfügt über „eine europaweit einzigartige Ausstattung“.

Das Labor- und Institutsgebäude (Modul I) beherberge den Hightech-Park an Großgeräten. Dazu gehöre zum Beispiel ein Laser-Scanning-Mikroskop, das die dreidimensionale Strukturanalyse von Körpergewebe ermögliche. Dank Hoch-Durchsatz-Technik könne jede Sekunde das Erbgut von bis zu 10.000 Zellen oder Mikroorganismen erfasst werden. Daneben könnten die Forscher Körpervorgänge in künstlichen und echten Organen simulieren.

Die tierexperimentelle Einheit - Modul II – erlaube die Unterbringung von und biete Infrastruktur für bis zu 250 Rinder, Schafe, Schweine und Geflügel nach modernstem tierschutzrechtlichem Standard. „Einmalig“ seien unter anderem die Respirationskammern, in denen sich ein Rind aufhalten könne, um etwa die Zusammensetzung der Atemluft bei verschiedenen Futtervarianten zu untersuchen.


Dieser Text erschien zuerst auf www.fleischwirtschaft.de.

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