VAE

Baywa weiht Klimagewächshäuser ein

Mariam bint Mohammed Saeed Hareb Al Mehairi, Ministerin für Agrar und Lebensmittelsicherheit der VAE (5. von links) und Klaus Josef Lutz, Vorstandsvorsitzender der Baywa AG (3. von rechts) durchschneiden symbolisch das Eröffnungsband
Foto: Baywa
Mariam bint Mohammed Saeed Hareb Al Mehairi, Ministerin für Agrar und Lebensmittelsicherheit der VAE (5. von links) und Klaus Josef Lutz, Vorstandsvorsitzender der Baywa AG (3. von rechts) durchschneiden symbolisch das Eröffnungsband

Die ersten Tomaten sind bereits geerntet, nun wurden die zwei Klimagewächshäuser der Baywa und der Al Dahra Holding in den Vereinigten Arabischen Emiraten auch offiziell eingeweiht. Sie sind für das Land ein erster Schritt, um unabhängiger von Importen werden. 

Die Ministerin für Agrar und Lebensmittelsicherheit, Mariam bint Mohammed Saeed Hareb Al Mehairi, hob bei den Feierlichkeiten hervor, dass diese Klimagewächshäuser einen Meilenstein in der Geschichte der VAE darstellen. Ziel des Landes ist, sich unabhängiger von Lebensmitteleinfuhren zu machen und damit die Versorgungssicherheit zu steigern. Mit dem Bau der beiden Gewächshäuser, sei ihr Land mit der Realisierung dieses Projekts einen wesentlichen Schritt vorangekommen. Dies sei auch für sie persönlich „ein stolzer Moment“.

„Local for local“, so betonte der Vorstandsvorsitzende der Baywa Klaus Josef Lutz, „ist ein wichtiges Instrument, um auch zukünftig die nachhaltige Versorgung der Menschen angesichts von Klimawandel, Bevölkerungswachstum und abnehmender Agrarfläche weltweit zu verbessern“. Er bedankte sich bei allen Beteiligten, lokalen und internationalen Partnern für die gute Umsetzung dieses Projektes. Zudem fühle sich die Baywa als Investor in den VAE sehr geschätzt.

Khadim Abdulla Al Darei, Vizepräsident und Geschäftsführer der Al Dahra Holding, hob hervor, dass auf Grundlage der sehr guten Erfahrungen mit der BayWa bei der Projektrealisierung sein Unternehmen für weitere Investitionen zur Verfügung stehe. Vorstandsvorsitzender Lutz sagte Gespräche darüber zu und betonte, dass die weltweite Errichtung von Klimagewächshäusern Teil der Spezialitätenstrategie des Baywa Konzerns sei. Dabei konzentriere man sich auf Spezialprodukte für lukrative Märkte mit langfristigen Absatzmöglichkeiten.

Im März 2017 war das Joint Venture zwischen den beiden Unternehmen unterschrieben worden. Ziel ist der effiziente und ressourcenschonende Anbau von hochwertigem Fruchtgemüse, das lokal vermarktet wird. Im September 2018 wurden erstmalig sogenannte Snacktomaten aus dem zuerst errichteten Klimagewächshaus geerntet und gleichzeitig das zweite Gewächshaus in Betrieb genommen. Bereits vor dem Produktionsbeginn war die komplette erste Ernte lokal vermarktet gewesen, da eine hohe Nachfrage an regional und nachhaltig erzeugtem Obst und Gemüse in den VAE besteht. 

Beide Anlagen zusammen, in denen 130 Menschen arbeiten, umfassen laut Baywa rund 10 ha. Die maximale Erntemenge von 15 t Tomaten wöchentlich sei Ende Oktober im ersten Klimagewächshaus bereits erreicht worden. Bis zum Jahresende werde diese Produktionsmenge auch in der zweiten Anlage erwartet.

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