Gefürchtet und doch unterschätzt: Deutschlands Maschinenbauer sehen die Gefahr von Cyber-Attacken. Nicht alle Firmen der mittelständisch geprägten Industrie sind jedoch ausreichend vorbereitet.

Knapp die Hälfte der Unternehmen arbeitet mit einem veralteten Schutz vor Angriffen aus dem Netz. Außerdem ist die Verantwortung für die IT-Sicherheit ist nicht überall klar geregelt. Und nur gut der Hälfte der Unternehmen folgt dem Expertenrat, die finale Zuständigkeit dafür in der Top-Etage anzusiedeln. Das geht aus einer Umfrage des Branchenverbands VDMA her, die lz.net ausgewertet hat. 

Betriebsunterbrechungen schlimmer als Vertrauensverlust 

Aus Sicht der Maschinenbauer sind Verwaltungsnetzwerke, zum Beispiel Email-Accounts, sowie die Produktions-IT besonders durch Hacker-Angriffe gefährdet. Das größte Schadenspotenzial birgt nach Einschätzung der Unternehmen der Verlust von vertraulichen Firmendaten sowie personenbezogener Informationen. Befürchtet werden auch Betriebsunterbrechungen. Sie sind aus Sicht der Firmen schlimmer als ein Reputationsschaden. Ein Produktionsstopp kann die Auslieferung an Kunden verzögern.

Den Schaden durch Cyber-Attacken schätzen 60 Prozent der Firmen auf 500.000 bis 1 Mio. Euro. 244 Firmen beteiligten sich an der Umfrage des VDMA. Vor allem kleinere und mittlere Unternehmen mit einem Umsatz von bis zu 75 Mio. € jährlich äußerten sich.

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