Europa reagiert zufriedenstellend auf das alternative Fleisch. Beyond Meat reagiert mit einer Ausweitung der Produktion.
Foto: Beyond Meat
Europa reagiert zufriedenstellend auf das alternative Fleisch. Beyond Meat reagiert mit einer Ausweitung der Produktion.

Ab 2020 will Beyond Meat auch in Europa produzieren. Der Burger-Hersteller hat die Kooperation mit dem Fleischlieferanten Zandbergen ausgebaut, um die Verfügbarkeit der Produkte zu erhöhen.

Verfügbarkeit – die war in der jungen Geschichte von Beyond Meat schon mehrfach Thema. Besser: die Nicht-Verfügbarkeit. Auch bei der heute bei Lidl gestarteten Aktion für 4,99 Euro im Zweierpack (227 g) zeichnet sich schon nach wenigen Stunden ab, dass Kunden offenbar schnell sein mussten, um einen der veganen Burger zu kaufen. Zumindest kommentierten auf Facebook zahlreiche User, vielerorts keinen mehr bekommen zu haben.

Das bestätigt auch Lidl. Die sehr hohe Nachfrage habe dazu geführt, dass die Produktinnovation schnell ausverkauft war. "Wir arbeiten bereits mit Hochdruck daran, dass der Beyond Meat Burger so schnell wie möglich wieder in unseren Filialen erhältlich ist, und halten unsere Kunden auf dem Laufenden", heißt es aus Neckarsulm.

Lidl ist der erste aus dem deutschen LEH, der die Produkte von Beyond Meat angeboten hat. Und er soll nicht der letzte sein. Das erst im Mai fulminant an der Börse gestartete Unternehmen will Europa erobern und arbeitet deswegen sukzessive daran, mehr Produkte in den Markt bringen zu können, wie die Lebensmittelzeitung berichtet. Auf dem hiesigen Kontinent soll dafür nun ein Produktionsstandort gebaut werden und zwar in den Niederlanden. Wie Beyond Meat mitteilt, hat das Start-up die Kooperation mit dem Fleischkonzern Zandbergen dafür ausgebaut. An dessen Firmensitz in Zoeterwoude soll die Produktionsstätte entstehen – die erste für Beyond Burger außerhalb der USA. Im ersten Quartal 2020 soll der Bau abgeschlossen sein, heißt es.

Nachfrage in Europa ist groß

"Die Reaktion der Konsumenten in Europa ist sehr positiv und wir freuen uns darauf, die Kunden besser mit lokal erzeugten Produkten bedienen zu können", erklärt Executive Chairman Seth Goldman dazu in einer Mitteilung. Denn nicht nur in Deutschland, wo der Burger neben der heutigen Lidl-Aktion etwa in den C+C-Märkten von Metro zu kaufen sind, sind die Produkte erhältlich, sondern auch in anderen Ländern. In den Niederlanden gibt es die Burger bei Albert Heijn, in Belgien bei Delhaize und in Großbritannien bei Tesco. In Deutschland liegen die Vertriebsrechte bei PHW, die auch Lidl beliefern.

Die Ankündigung, die Produktion nach Europa auszuweiten, kam an der Börse gut an. Die Aktie stieg laut Nachrichtenagentur Reuters in der Folge zunächst um 7 Prozent auf 85 Dollar. Das sind 60 Dollar mehr als der Ausgabepreis beim Börsenstart Anfang Mai. Aktuell ist das Unternehmen 5 Mrd. Dollar wert und das bei einem Umsatz von 88 Mio. Dollar sowie einem Verlust von 30 Mio. Dollar im Jahr 2018. Donnerstag nächster Woche (6. Juni) will das Unternehmen die Zahlen zum ersten Quartal 2019 veröffentlichen.

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