Verkauf

Bayernhof sucht Partner bei Hauptgenossen


Bayernhof reagiert mit dem Teilverkauf auf "veränderte Anforderungen" im Agrarhandel.
Foto: Archiv
Bayernhof reagiert mit dem Teilverkauf auf "veränderte Anforderungen" im Agrarhandel.

Die Bayernhof Erzeugergemeinschaften Vertriebs-GmbH in Hankofen bei Straubing ist dabei, bis zu 25 Prozent ihrer Anteile zu veräußern. Der Deal könnte Anfang 2019 über die Bühne gehen.

Als möglicher Käufer ist die Agravis Raiffeisen AG, Münster im Gespräch. Bayernhof besteht seit 1989. Hinter der Gesellschaft stehen nach eigenen Angaben 14 Erzeugergemeinschaften und rund 2.000 landwirtschaftliche Betriebe. „Noch ist nichts endgültig entschieden, aber wir sind auf einem guten Weg“, erklärte Bayernhof-Geschäftsführer Stefan Henrich auf Anfrage von agrarzeitung.de. Hintergrund ist, dass sich einige private Gründungsgesellschafter, „die viel für den Aufbau seinerzeit geleistet haben“, sich nun aus Altersgründen zurückziehen. "Es geht uns wirtschaftlich gut und wir müssen nicht Anteile verkaufen. Anderseits wollen wir uns den veränderten Anforderungen im Agrarhandel anpassen,“ so Heinrich.

Agravis will sich verstärkt in Süddeutschland engagieren

Die 45 Mitarbeiter der Bayernhof setzen jährlich 420.000 bis 450.000 t Getreide um. Die GmbH verfügt über drei Landläger und vier moderne Hafenstandorte mit rund 100.000 t Lagerkapazität. Ebenso betreibt ist Bayernhof zwei Dinkelschälanlagen mit einer Kapazität von 30.000 t und ist auch im Biogetreidehandel aktiv. Der Gesamtumsatz der Bayernhof GmbH wird von der Geschäftsführung mit 90 bis 100 Mio. € angegeben.

Die Agravis möchte sich verstärkt in Süddeutschland engagieren. Sie ist bereits an den Standorten Straubing und Bamberg aktiv. Zu Beginn dieses Jahres übernahm sie noch die VR Agrar Center Wittelsbacher Land GmbH mit Sitz in Altomünster, nordwestlich von München. 

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats