Äpfel, Gemüse, Milch: Viele Verbraucher kaufen gern regional. Das Regionalfenster, das vor fünf Jahren an den Start ging, soll Transparenz schaffen. Es kommt vor allem in Süddeutschland gut an.

Auf immer mehr Lebensmitteln in Supermärkten ist das blaue "Regionalfenster" zu finden. Es soll Kunden mehr Klarheit über eine regionale Herkunft bringen. Fünf Jahre nach dem Start haben nach Angaben des Trägervereins inzwischen 4200 Produkte das Kennzeichen, meldet lz.net. Als Lizenznehmer sind 790 Anbieter registriert. Am stärksten genutzt wird es für Obst, Gemüse, Kartoffeln und Kräuter - zudem bei Fleisch und Wurst, Milch und Milchprodukten, verarbeiteten Produkten wie Nudeln sowie Eiern, Fisch, Blumen und Zierpflanzen. Die Verwendung des Logos ist für Lebensmittelhersteller und den Handel freiwillig.

Das Regionalfenster zeigt, woher die wichtigsten Zutaten stammen und wo sie verarbeitet wurden. Die Region muss kleiner als Deutschland sein. Möglich sind ein Bundesland, ein Kreis oder Angaben wie "aus der Eifel" oder "100 Kilometer um Aachen". Die erste Hauptzutat muss zu 100 Prozent aus der Region stammen - genau wie die "wertgebenden Zutaten", also etwa Kirschen in Kirschjoghurt. Bei zusammengesetzten Produkten wird die Summe regionaler Rohstoffe in Prozent angegeben. 

Bayern und Baden-Württemberg führend

Am stärksten verbreitet ist das Regionalfenster in Bayern und Baden-Württemberg. Es werde daran gearbeitet, dass die Kennzeichnung im Norden und Osten Deutschlands stärker genutzt wird, sagt eine Sprecherin. Im Blick ist auch eine stärkere Einbeziehung regionaler Futtermittel. Um die Weiterentwicklung geht es auch bei einem Kongress des Trägervereins an diesem Dienstag in Berlin, zu dem Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) erwartet wird. Dagegen kritisieren Verbraucherschützer, dass die Kennzeichnung freiwillig ist. Sie fordern verpflichtende Vorgaben für regionale Lebensmittel.

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