Verunreinigtes Futter

Eierbetriebe in Niedersachsen gesperrt


Die betroffenen Kunden wurden bereits informiert (Symbolbild).
Bild: Pixabay / jackmac34
Die betroffenen Kunden wurden bereits informiert (Symbolbild).

Auf drei Betrieben im Landkreis Osnabrück wurden Eier gefunden, bei denen der Höchstgehalt an PCB überschritten wurde. Die beanstandeten Eier wurden ausschließlich direkt vom Erzeuger an Verbraucher abgegeben.

Wie das niedersächsische Agrarministerium am Wochenende mitteilt, handelt es sich um drei Kleinbetriebe mit 150, 352 und 376 Legehennenplätzen. Kunden, die die verunreinigten Eier gekauft haben, wurden durch den Lebensmittelunternehmer informiert. Die Chargen wurden aus den Läden zurückgenommen. Die betroffenen Betriebe dürfen keine Eier derzeit mehr verkaufen.

Die Untersuchung der Eier fand als Eigenkontrolle in einem akkreditierten Labor statt. Der Höchstgehalt an PCB wurde teilweise um das Zweifache überschritten. Die Tiere der betroffenen Geflügelbetriebe haben vermutlich kontaminiertes Futter gefressen, das von einem Agravis-Mischfutterwerk aus Minden stammen soll. Insgesamt sind 290 t möglicherweise PCB-kontaminierter Futtermittel nach Niedersachsen geliefert worden. Die Kontamination soll durch Lackabsplitterung in zwei Verladesilos passiert sein.

Die Zahl der in Niedersachsen von dem Ereignis betroffenen Betriebe betrug zunächst insgesamt 29. Durch negative Proben konnten einige Sperren inzwischen wieder aufgehoben werden. Damit gibt es derzeit neun gesperrte Betriebe. Weitere Untersuchungen werden durchgeführt. Mit abschließenden Ergebnissen rechnet das Ministerium in Hannover Anfang kommender Woche.

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